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Pfullendorf Bachzulauf im Naturschutzgebiet macht Probleme

05.10.2012
Pfullendorf -  Ein Bächlein, das in eine als Naturschutzgebiet ausgewiesene ehemalige Kiesgrube fließt, droht den angrenzenden Radweg zu unterspülen.

An dieser Stelle läuft der Neubrunner Bach in die als Naturschutzgebiet ausgewiesene ehemalige Kiesgrube in Denkingen.  Bild: hofmann

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Die jüngste Bürgerfragestunde im Gemeinderat nutzte Hermann Hofmann, um auf ein Problem in der als Naturschutzgebiet „Kreuzäcker“ ausgewiesenen ehemaligen Kiesgrube in Denkingen hinzuweisen. Konkret geht es um den Zulauf des Bächles, das aus Neubrunn kommt. Früher floss das Gewässer in den Andelsbach. Im Zug des Radwegebaus von Neubrunn nach Denkingen wurde der Bach verdohlt und fließt nun auf der gegenüber liegenden Straßenseite in das Naturschutzgebiet ein.

Aber immer wieder kommt es, besonders nach starken Gewitterregen, im Einleitungsbereich zu Anschwemmungen und es bildet sich im Versickerungsbereich eine Grube. „Die Problematik ist seit Jahren ein Thema“, erläutert Hermann Hofmann im Gespräch mit dem SÜDKURIER, dass seitens der Stadt Pfullendorf mit einer ersten baulichen Maßnahme versucht wurde, die Anschwemmungen zu vermeiden beziehungsweise zu verringern. Erschwert wird eine zufriedenstellende Lösung durch die verschiedenen Zuständigkeiten. So kommt das Wasser aus Illmensee, das Naturschutzgebiet befinde sich auf der Gemarkung Pfullendorf und weil der Radweg vom Land gebaut wurde, ist auch das Regierungspräsidium mit im Boot. Bei einem Treffen mit einem Vertreter der Tübinger Behörde will Hermann Hofmann heute das Thema erneut zur Sprache bringen und auf die möglichen Gefahren für die Nutzer des Radweges hinweisen. „Es besteht tatsächlich die Gefahr, dass der Radweg unterspült wird“, ergänzt Hofmann, dass der Bachzulauf neu gestaltet werden muss. „Wir sind dran“, antwortete ihm Stadtbaumeister Wolfgang Kohnert-Schäferling auf seine Anfrage im Gemeinderat. Die Angelegenheit gestalte sich aber als „komplizierte Maßnahme, auch was die Kosten betrifft“, gab der Stadtbaumeister zu verstehen, ohne Einzelheiten zu nennen.

Beim Naturschutzgebiet „Kreuzäcker“ handelt es sich um eine ehemalige Kiesgrube, in der bis 1985 Kies abgebaut wurde. Gelegen an der Straße zwischen Pfullendorf-Denkingen nach Neubronn beherbergt das 19 Hektar große Gebiet die unterschiedlichsten Biotoptypen. Blanke, kiesige Streifen mischen sich mit Heckenflächen und Trocken- und Feuchtbiotopen.

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