Pfullendorf-Denkingen (fah) Die Ausfahrten zu Narrentreffen mit dem Bus haben vergangenes Jahr die Vereinskasse der „Holzhaudere“-Narrenzunft Denkingen schwer gerupft, wie Kassierer Hans-Peter Restle bei der Hauptversammlung berichtete. Zunftmeister Walter Kaltenbach gab deshalb den Ratschlag, weit entfernte Einladungen nicht mehr wahr zu nehmen, das sei nicht mehr verantwortbar. Restle gab vor 32 Narren „ein glattes Minus“ von 6361 Euro bekannt. Die Ausgabenseite sei mit 12 283 Euro mehr als doppelt so hoch wie die der Einnahmen. Die Fasnet sei eine gute Sache und für den Ort Denkingen eine Bereicherung. Der Vorsitzende bat daraufhin die Abteilungen um die „Holzhaudere“, Waldschrat und die neu eingeführten „Zapfenmännle“ inständig um eine bessere Zahlungsmoral, mahnte dabei zu mehr Geschlossenheit.
Die Neuwahlen war für Denkingens Ortsvorsteher Klaus Fiesel eine leichte Angelegenheit. Auf weitere drei Jahre bestätigt wurde Kaltenbach als Zunftmeister, Hans-Peter Restle als Kassier und Wolfgang Schützmeier als Schriftführer. Neue Zunfträte sind Dieter Manz, Petra Berger und Armin Brielmann.
In ihren Rückschauen ergänzten sich der als Chronist wirkende Elmar Geng und der Vorsitzende. Die närrische Zeit mit einem neuen Häs habe an Martini mit einem Narrenessen daheim und mit einem Spanferkelessen in Aftholderberg angefangen. Beim Narrenbaumaufstellen am „Adler“ sei mit dem Bruch des Deichsels ein kleines Malheur passiert. Dafür sei die Schülerbefreiung mit Vorträgen der Lehrer mit anschließendem Kinderball ein hoher närrischer Genuss gewesen. Bei den zahlreich angefahrenen Narrenumzügen sei das mit viel Näharbeit aufgestellte „Zapfenmännle“ gut herausgekommen, erklärte Zunftmeister Kaltenbach.
Während die Anzahl eigener Narren auswärts als gut anzusehen sei, könnten man dies bei der örtlichen Fasnet mit seinen Veranstaltungen nicht gerade sagen. „Die eigenen sollten schon da sein“, wenn in Denkingen der Ball der Vereine mit einem tollen Programm stattfinde. Im Adler habe es da große Lücken gegeben, was etwas schade sei. Ein großer Hit sei das Narrentreffen in Allensbach mit Freinacht gewesen. Wer auf dem harten Fliesenboden in der Festhalle übernachtet habe, der sei selber Schuld gewesen. Wenig gute Erinnerung gebe es vom Narrenumzug in Zwiefalten, großartig sei die Erinnerung an das Narrentreffen in Schwandorf und Sauldorf.
Ein rückhaltlos zur Zunft stehender Alfred Schelshorn ehrte der Vorsitzende mit einem Geschenk. Vieles an den reibungslosen Auftritten der Zunft sei ihm zu danken.
Ein vorausschauender Blick galt Kaltenbach das 2013 anstehende 40-jährige Zunftjubiläum. „Wollen wir daraus ein Fest machen, vielleicht ein dreitägiges Narrentreffen?“ Damit sollten sich die Hästräger so langsam anfreunden. Wie vorausschauend da andere Vereine agieren, machte er an einer Einladung aus. Ein Narrenverein vom Bodensee habe bereits für die nächste Fasnet nachgefragt, mit einer Anmeldefrist bis zum Juni.
