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Pfullendorf 42 Kilometer durch die Stadt der Städte

29.10.2009
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Ein großer Traum geht in Erfüllung – fünf Mitglieder der Laufgruppe „the pigdog-killers“ machen sich heute auf den Weg nach New York. Sie werden dort am Sonntag beim großen New-York-City-Marathon mit etwa 40 000 Teilnehmern dabei sein. Mit 600 gelaufenen Kilometern haben sich die fünf Läufer auf diese Herausforderung vorbereitet.

Pfullendorf – Die fünf Teilnehmer, Christine Späth, Reisekauffrau in Pfullendorf Nadine Strümpel, Radiologin aus Langenargen, Hotelfachfrau Monika Hiller aus Tettnang, Alexander Beck, Informationselektroniker in Pfullendorf , und Informatiker Markus Rogg aus Ittendorf, laufen seit 2005 in der Friedrichshafener Laufgruppe zusammen, treffen sich jeweils sonntags zum Laufen zwischen dem Linzgau und dem Bodensee, und laufen sonst alleine meist dreimal die Woche.

Allerdings sehen sie ihren Sport nicht verkniffen, sondern eher locker und als gesellig an, wie Christine Späth und Alexander Beck betonen. Was aber nicht heißt, sie entwickelten keinen Ehrgeiz, ganz im Gegenteil – von den ersten Laufversuchen mit nicht mehr als 20 Minuten wurde der City-Lauf in New York zum Traumziel.

Wie alles angefangen hat? Späth und Beck haben zufällig einen Lauflehrer kennen gelernt und sich dann von diesem Sport begeistern lassen. Im August 2005 sind sie dann zur Laufgruppe in Friedrichshafen gestoßen. Erste Erfolge gab es dann bald beim für sie ersten Halbmarathon auf Mallorca oder auch in Kressbronn. Was sie am Laufen fasziniert? Christine Späth erklärt das so: „Einfach mal alles hinter sich lassen beim Laufen, dann wir der Kopf so richtig frei.“ Und die Geselligkeit sei es natürlich, die in dieser Laufgruppe immer wieder aufs Neue fasziniere.

Den ersten Marathon sind die beiden in Berlin gelaufen, inzwischen dreimal schon. Eine Marathon-Strecke beinhalte als olympische Disziplin 42 Kilometer und 195 Meter. „Wen man mal 30 Kilometer gelaufen ist“, gibt Beck zu, „fragt man sich, warum man sich das antut.“ Aber dann helfen meist die Zuschauer an der Strecke über den Tiefpunkt hinweg, feuern an, klatschen und machen Mut. Der große Kick sei dann, über die Ziellinie zu kommen.

Beim Marathon in New York ist dieser Kick natürlich noch viel größer, zumal man Weltathleten als Mitkonkurrenten habe und rund eine Million Zuschauer an der Strecke stehen. „Außerdem sind wir dort unter vielen, vielen Gleichgesinnten“, ergänzt Christine Späth. Es gibt auch eine Marathon-Party, eine Pasta-Party oder auch einen Art Vorlauf, den „Roadrunners New York“. Insgesamt gehen in New York 95 Nationen auf die Strecke. Langweilig wird es den Teilnehmern nicht, zumal noch viel Organisatorisches vor dem City-Marathon zu erledigen ist. Zeit bleibt aber dennoch, um noch ein paar Sehenswürdigkeiten von New York „mitzunehmen“.

Es gibt drei Startwellen beim großen Lauf mit jeweils rund 14 000 bis 15 000 Läufern. Die „pigdog-killers“ sind im zweiten und dritten Lauf dabei. Sie alle haben sich zum Ziel gesetzt, die Ziellinie auf alle Fälle zu erreichen. Den derzeitigen Weltrekord von zwei Stunden, vier Minuten und 30 Sekunden, den ein Äthiopier hält, „müssen wir ja glücklicherweise nicht knacken. Für uns ist Dabei sein in New York und auch das Erleben drum herum schon alles.“ Sie sind das erste Mal beim City-Marathon dabei und ein bisschen aufgeregt. Da bleibt doch nur noch viel Erfolg und gutes Durchhaltevermögen zu wünschen.

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