Ostrach – Waren bisher vor allem die Realisierung und Finanzierung des Projekts im Mittelpunkt des Interesses, wurde nun zum ersten Mal umfassend das entstehende Versorgungszentrum für pflegebedürftige Menschen und Senioren „von innen“ vorgestellt. Zwei Grundlagen waren wichtig für die Trägerin Caritas: Es sollte eine Heimstatt für Demenzkranke und gleichzeitig ein Versorgungszentrum sowohl für aktive als auch für hilfsbedürftige Menschen geschaffen werden. Nachdem die Caritasgemeinschaft Ostrachtal mit enormer Anstrengung die Mittel für eine nicht zuschusswürdige Begegnungsstätte zusammengetragen hat, sieht es so aus, als werde das Konzept aufgehen.
Für die Raumschaft Ostrachtal werden im Neubau 33 stationäre Pflegeplätze zur Verfügung stehen, fast ausschließlich in Einzelzimmern mit Dusche und WC, dazu ein Kurzzeitpflegeplatz und eine Tagespflege mit Platz für sechs Menschen. Die Pflegeplätze sollen in drei familienähnlichen Wohngruppen organisiert sein, die zum Beispiel gemeinsam ihr Essen zubereiten oder kleine Unternehmungen planen. „Außerdem haben wir das besondere Glück“, sagte Clemens Walz, „dass wir durch ein Vermächtnis der Ostracher Ehrenbürgerin Anneliese Drewing-Müller einen überdachten Außenbereich, wir nennen ihn Wintergarten, schaffen konnten.“ Vor allem die demenzkranken Bewohner können hier das Tageslicht genießen, ohne den Heimbereich verlassen zu müssen.
