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Ostrach Musikerball: Bürgermeister wird zum Schulzinator

Die Akteure des Ostracher Musikerballs zogen wieder alle Register. Ein Höhepunkt war die Darstellung von Bürgermeister Christoph Schulz als „Terminator“ Arnold Schwarzenegger.

Die zahlreichen Gäste in der nahezu ausverkauften Buchbühl-Halle wollten nur eines: feiern mit guter Laune. Und das konnten sie auch. Zum Musikerball stellten die Mitglieder des Musikvereins Ostrach wieder ein buntes Programm zusammen und ließen keinen Zweifel daran, dass sie nicht nur ihre Instrumente, sondern ebenso als kreative Entertainer ihr Handwerk beherrschen. Sie sangen, tanzten und parodierten. Die Gäste zollten den Akteuren großen Applaus, riefen Zugabe-Wünsche durch die Halle und tanzten zum Repertoire des „Sterntaler Duos“ bis spät in die Nacht.

Nach einem schwungvollen Einmarsch der Musiker, die mit „Mama Loo“ und dem Posaunen-Lead von Dirigent Paul Maier die Gäste von den Stühlen rissen, begrüßte der Vorsitzende Berthold Andelfinger die Gäste und gab die Bühne frei für das Ballett der Vampire. Die Zuschauer waren begeistert und geizten nicht mit „Bravo“-Rufen.

Ein Blick ins Wartezimmer

Die „grüne Eminenz, der Bischof“ wurde von „ganz oben gesandt, um zu schauen, was Ostrach als Pfarrer verdient hat, denn Ende des Jahres wird ein neuer gesucht“, stellte sich Moderator Helmut Ferrari in seiner Rolle an diesem Abend vor. Anschließend eröffnete er einen Blick ins Wartezimmer der Praxis Dr. Hamm. Dort trafen sich drei Frauen, dargestellt von Karina Halder, Karin Fischer und Lioba Schulz. In einer angeregten Unterhaltung stellten sie fest, dass die schlimmsten Tage der Woche „die fünf nach dem Wochenende sind“.

Bei Kreuzworträtsel lösten sie die Frage „Brettspiel für eine Person“? „Bügeln“, lautete die Antwort. Sie sangen gemeinsam eine Parodie auf einen Diagnoseautomaten und ernteten mit ihrem Auftritt großen Jubel und „Bravo“-Rufe. An dieses Feedback knüpfte ebenso das Ballett Tanzsaloon an. Vier Vögel saßen im Ried auf dem „Guck-Turm“ und tauschten sich über die vergangenen Ereignisse im Ort aus. Dabei zogen sie Vergleiche zwischen dem „Terminator“ Arnold Schwarzenegger und Bürgermeister Christoph Schulz. Als Oberhaupt vom Ort hätten sie am „Besten von beiden etwas“. Vogel Rudi, dargestellt von Peter Hornstein mit seinen Musikerkollegen Wolfgang Strobel, Felix Baier und Erich Härle, wusste dagegenzuhalten: „Nicht von beiden etwas – von beiden das Beste!“ Im Chor riefen sie: „Der Schulzinator!“ Auf einem Foto zeigten sie den Schultes mit Lederjacke und Pistole im sexy Style, auf einem anderen mit „Terminator“-Maske. Manchen liefen die Tränen vor Lachen im Publikum über diese Idee. „Man kann ja viel über den Schulz sagen, aber erkennen tut er schon, wo es klemmt“, bestätigte „Olaf“. Einig waren sich die Vögel, dass es richtig sei, die Bauhofmitarbeiter zu verjüngen. Sie hätten allerdings keine Papiertaschentücher mehr, denn darauf stehe „Tempo“. Stattdessen müssen sie nun den Finger zum Nasebohren einsetzen. Rudi jubelte: „Prima - die holen das Letzte aus sich raus!“ Christoph Andelfinger erlaubte als „Bauhofarbeiter“ Einblicke in seinen Arbeitstag.

Dabei führte er ganz gemach die Hektik vor, die er zulässt. Ohne eine Miene zu verziehen und in sehr langsamen Worten erklärte er, dass er morgens immer einen Kakao trinke, damit wenigstens sein Magen etwas schaffen würde. Nachdem er dann seinen Auftrag ausführte, die Fenster am Schulzentrum weiß zu streichen, erkundigte er sich anschließend, welche Farbe denn die Rahmen bekommen sollen. Die Zugaberufe ließen nicht lange auf sich warten, als Vorsitzender Berthold Andelfinger mit Dirigent Paul Meier und weiteren Kollegen und Musikerinnen als kesses „Schlafkappen“-Ballett auf die Bühne kamen.

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