Ostrach 125 Jahre gut zu Fuß
Inhaberin Silvia Weber und die Mitarbeiterinnen Christine Stroer und Melanie Müller freuen sich, dass das Schuhhaus Zembrod in Ostrach dieses Jahr sein 125-jähriges Bestehen feiern kann. Bild: Bild: Rauscher
Das Schuhhaus Zembrod im Geschäftszentrum von Ostrach wird heute von Silvia Weber bereits in der vierten Generation geführt.
Ein Fahrrad war der damalige Geschäftswagen von Karl Zembrod, mit dem er bis Tuttlingen fuhr, um bei seinen dortigen Kunden Schuhe gegen Schinken zu tauschen. In seinem Rucksack hatte er alles Wichtige, was seine Kunden wünschten: Zigarren, Kautabak, „Verhüterlis“ und Lebensmittel.
Auch der Sohn Eugen fuhr als Friseurmeister über die Lande und betreute die Leute sozusagen vom Kopf bis zum Fuß. Während Schuhe verkauft wurden, richteten sie noch die Haare und rasierte den Herren den Bart. Später baute der Geschäftsmann das alte Bauernhaus in Tafertsweiler um und eröffnete mit seiner Frau ein Lebensmittel- und Schuhgeschäft. Nebenher betrieb er sein Friseurgeschäft weiter und baute den Tabakwaren- und Spirituosengroßhandel aus.
1982 wurde im Ostracher Geschäftszentrum das Schuhhaus Zembrod eröffnet, welches Silvia Weber anfänglich mit ihrer Mutter zusammen betrieb, während der Vater mit seinem Sohn Karl-Eugen den Tabakwaren- und Spirituosengroßhandel vergrößerte.
Heute gehören neben Silvia Weber zum Team im Schuhhaus Zembrod zwei ausgebildete Fachkräfte. Gemeinsam verkaufen sie modische Schuhe, Taschen und Strumpfwaren. „Schuhkaufen soll Spaß und Freude machen“, erklären die Frauen, und so versuchen sie, Mode und Bequemlichkeit zu vereinen und den Gang ins Geschäft zu einem Vergnügen zu machen. Ihre besondere Stärke liege darin, mit viel Einfühlungsvermögen und Fachkompetenz auch für die kleinsten Kunden nach dem Weitenmaßsystem WMS den passenden Schuh zu finden, sagen die Verkäuferinnen.
Inzwischen ist das Schuhhaus Zembrod ein renommiertes und fest integriertes Unternehmen am Ort. Silvia Weber ist nicht nur Spezialistin für den Fuß, sondern engagiert sich auch in wirtschaftlichen Themen für die Gemeinde und war jahrelang Vorsitzende des Handels- und Gewerbevereins.
