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Southside No-Go: Was man auf dem Southside-Festival nicht machen sollte

Bei Regenwetter mit Sandalen in die erste Reihe stehen? Wenn es nass wird einfach mal den Regenschirm aufspannen? Auf einem Festival gibt es manche Dinge, die perfekt möglich sind, andere sollte man besser sein lassen. Was das ist, haben wir für euch aufgeschrieben.

Tausende Besucher sorgen im Juni dafür, dass das Flughafen-Gelände bei Neuhausen ob Eck zu einer Kleinstadt mutiert. Und wie auch in einer Stadt, bieten sich für Besucher zahlreiche Möglichkeiten, sich die Zeit zu vertreiben. Dabei lauern auf einem Musikfestival zahlreiche Fettnäpfchen. Welche das beim Southside sind und wie sie sich vermeiden lassen - wir haben es aufgeschrieben.

Einen Regenschirm mitbringen: Ja, wenn es nass und kalt wird, ist es auf Festivals meist sehr ungemütlich. Ein Regenschirm kann da helfen, kommt aber bei den anderen Festivalbesuchern nicht sehr gut an. Er ist umständlich, nimmt viel Platz ein, wird vom Wind umgeweht und er verhindert vor allem, dass jeder einen Blick auf die Bühne bekommt. Von daher: keine Empfehlung.

Zu viel Alkohol trinken: Auf Festivals wird getrunken. Mal in Maßen, mal ausufernd. Jedoch sollte man sich bewusst sein, dass man Geld bezahlt hat, um die Konzerte zu erleben. In volltrunkenem Zustand ist das schwer möglich. Fehlende Orientierung und fehlender Gleichgewichtssinn zwischen tausenden Menschen sind außerdem nicht vorteilhaft. Davon abgesehen: Alkohol ist ein Nervengift, das immer gefährlich ist und süchtig machen kann.


Nonstop am Handy hängen: Auf der Bühne stehen weltberühmte Künstler und liefern im Optimalfall eine tolle Show. Um diesen Moment auf ewig festzuhalten – und vor allem, um ihn den zu Hause gebliebenen Freunden später zu zeigen – wird das Handy gezückt und die Kamera aktiviert. Das sollte jedoch nicht der Dauerzustand sein. Besser ist es, mitzufeiern und die Stimmung und das Erlebnis als persönliche Erinnerung zu erleben und zu speichern. Selfiesticks und Videoaufnahmen der Auftritte sind auf dem Festival ohnehin verboten. Also mehr Zeit, einfach Spaß zu haben.

Zu sehr aufbrezeln: Coole Frisur, Top-Klamotten und Make-Up? Der hohe Aufwand im Selbst-Marketing lohnt sich nicht unbedingt. Zwischen tanzenden Menschen geht die Frisur kaputt, die Kleidung kann Schaden nehmen und das Make-Up verwischen, besonders bei Hitze oder Regen. Schmuck ist teuer und kann dort leicht verloren gehen. Weiße Kleidung ist nur dann zu empfehlen, wenn man sie sich nach dem Festival als buntes Kunstwerk an die Wand hängen möchte.
Zelt neben dem Pinkelwürfel aufbauen: Ein Insider-Tipp von alten Southside-Hasen. Auf dem Gelände gibt es einen mit Graffiti verzierten Betonwürfel. Am besten das Zelt so weit wie möglich davon entfernt aufbauen. Der Würfel wird gerne und häufig als Toilette benutzt. Brennt die Sonne und es wird warm, und wenn dann der Wind aus der falschen Richtung kommt … ihr könnt es euch schon vorstellen.

Lange im Dixi-Klo bleiben: Die Besuche auf den reihenweise aufgestellten Dixi-Klos sind nicht immer ein Vergnügen. Obwohl sie regelmäßig gereinigt werden, sind sie dennoch nach kurzer Zeit wieder in einem üblen Zustand. Daher gilt: Darauf achten, wie schnell die Leute aus einer Toilette wieder rauskommen. Das kann ein Indiz dafür sein, dass genau diese Kabine nicht umbedingt zu empfehlen ist. Prinzipiell gilt: Schnell rein, Geschäft verrichten und wieder raus. Außerdem: Am besten noch einen Aufpasser mitnehmen, damit so etwas nicht passieren kann:

An- und Abreisezeit falsch wählen: Zu spät kommen und zu frühe gehen kann beides fatal sein. Wer am Freitagnachmittag erst anreist läuft Gefahr, einige Kilometer vor dem Festivalgelände im Stau zu stehen.

Das Zelt offen lassen: Sicher, man bekommt das nicht unbedingt immer mit, wenn man es sich in seinen vier Kunststoffwänden gemütlich macht, hier schlummert aber eine Festival-Gefahr. Ist das Zelt offen, könnten alkoholisierte Gäste es mit dem eigenen verwechseln. Unbeabsichtigt, aber dennoch nicht so toll. Viel gravierender: Offene Zelte sind eine Einladung für Diebe und Leute, die es als Toilette benutzen möchten (bestätigter Vorfall). Wertsachen können auch in Schließfächern auf dem Gelände untergebracht werden. Laut Statistik wird übrigens in den frühen Morgenstunden am Anreisetag und vor Beginn der Konzerte am meisten geklaut, meist zwischen 3 und 6 Uhr.

Sandalen mitnehmen: Viele Menschen. Matsch. Überflüssig.  

Crowd-Surfing: Ja, ihr lest richtig. Seit 2016 ist das Crowd Surfing, also das Tragen lassen von der Menge, auf dem Southside verboten. Wie der Veranstalter schreibt, sei es beim Crowd Surfing oft zu Stürzen gekommen, bei denen sich Besucher verletzt hätten. Etliche Verletzte auf dem Southside landen wegen einer Crowd Surfing-Aktion in der Notaufnahme. Ein Surfer wird jedoch nicht beim ersten Verstoß des Geländes verwiesen. Zuerst wird er ermahnt, startet er dann erneut, gibt es vom Sicherheitspersonal die gelbe Karte und dem jeweiligen Besucher wird das Festivalband abgenommen. Er darf das Festivalgelände 24 Stunden lang nicht betreten. Nach Ablauf der Zeit kann die gelbe Karte wieder gegen ein Festivalband eingetauscht werden. Der Zugang zum Campingbereich bleibt trotz gelber Karte weiterhin erlaubt.
Mit Rollkoffern anreisen: Jenseits der Luxushotels dieser Welt sind Rollkoffer nicht geeignet, am wenigsten auf einem Festival. Schafft man es bei der Anreise noch, den Koffer auf dessen Minirollen durch die Wiese zu zerren, wird das bei der Abfahrt vom Festivalgelände umso schwerer. Hat es zwischendurch geregnet und der Boden ist aufgeweicht und matschig, muss der Koffer ohnehin geschultert werden. Also am besten direkt mit einem Campingrucksack anreisen.

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