Im Zusammenhang mit dem Diebstahl eines Feuerwehrautos, das in Neuhausen ob Eck gestohlen und in Hamburg angezündet worden war, hat die Hamburger Polizei nun drei Männer ermittelt und einen von ihnen als denjenigen überführt, der das Auto gestohlen und nach Hamburg gefahren hat.
Als eigentlicher Brandstifter wurde ein 27-Jähriger aus dem Trio überführt, der auch den Diebstahl des Feuerwehrautos zugegeben hat. Als Erklärung gab er an, zum Zeitpunkt der Tat, sowie schon zuvor während des Southside-Festivals, das er besucht hatte, ständig „zugekifft“ gewesen zu sein und sich wegen der Drogen an nichts Weiteres erinnern zu können, teilt die Polizei mit. Die Tatbeteilung der Komplizen beim Einbruch in das Magazin und dem anschließenden Diebstahl des Feuerwehrautos, bedürfe noch einer Abklärung. Gegen den geständigen Haupttäter hat die Polizei zwischenzeitlich ein Ermittlungsverfahren wegen Diebstahls und anschließender Brandstiftung eines Feuerwehrautos sowie wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und unter Drogeneinfluss eingeleitet. Gegen die beiden anderen Männer werde wegen des Verdachts der Hehlerei ermittelt. Im Zuge der Hausdurchsuchungen bei den drei Männern stieß die Polizei in Hamburg in einer der Wohnungen zudem auf eine Cannabis-Plantage, die von den Beamten sogleich aufgelöst wurde.
Bei dem Fall, der bundesweit für Schlagzeilen gesorgt hatte, war in das Feuerwehrmagazin der Gemeinde Neuhausen ob Eck eingebrochen worden in der Absicht, an eines der Feuerwehrfahrzeuge zu gelangen, um nach dem Besuch des Southside-Festivals in Neuhausen ob Eck nach Hause in den Norden zurückzukehren, teilt die Polizei mit. Mit einem Mannschaftstransportwagen, der noch mit feuerwehrtechnischen Ausrüstungen aus dem Magazin und Uniformen beladen wurde, fuhr anschließend einer der Männer unerkannt davon, teilt die Polizei in Hamburg mit.
Während die Fahndung der Polizei im Raum Tuttlingen auf vollen Touren lief, hatte der Fahrer am Folgetag bereits die Hansestadt erreicht, wo er unverschuldet in einen Verkehrsunfall verwickelt wurde. Zum Erstaunen des Unfallverursachers flüchtete der Fahrer des Feuerwehrautos jedoch wie berichtet von der Unfallstelle, was dem Unfallverursacher verdächtig vorkam, zumal der Fahrer des Feuerwehrautos am Unfall gar keine Schuld hatte. Der Verursacher teilte diesen Sachverhalt umgehend der Polizei in Hamburg mit. An einem weiteren Tag wurde das gesuchte Feuerwehrauto im Hamburger Stadtteil Heimfeld in ausgebranntem Zustand aufgefunden. Im Zuge der weiteren Ermittlungen erhielt die Polizei in Hamburg Hinweise von Zeugen, die später zu den drei Männern führten, teilen die Beamten mit. Bei der Durchsuchung deren Wohnungen fand die Polizei zunächst verschiedene Ausrüstungsgegenstände, die aus dem Feuerwehrmagazin in Neuhausen ob Eck stammten. Weitere Teile waren bereits verschenkt, beziehungsweise an andere verkauft worden, wie die Polizei nach Vernehmung der Männer mitteilt.
Mehrere zehntausend Musik-Fans kommen jährlich zum Southside. Das Festival, das seit 2000 in Neuhausen ob Eck bei Tuttlingen stattfindet, hat sich zu einer der größten Open-Air-Veranstaltungen in Deutschland entwickelt.
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