Southside Die SÜDKURIER-Playlist: 17 Songs fürs Southside 2017

Das Southside-Festival 2017 startet am 23. Juni. Wer die Zeit bis dahin nutzen möchte, um sich jetzt schon auf das Festival einzustellen, sollte einen Blick auf unsere SÜDKURIER-Playlist werfen. Rock, Pop, Hiphop - für jeden ist was dabei.

Ab dem 23. Juni wird bei Neuhausen ob Eck wieder gefeiert. Dann startet auf dem Flughafen-Gelände das Southside-Festival 2017. Zur Einstimmung und zur Steigerung der Vorfreude haben wir eine Playlist zusammengestellt. 17 Songs für das Southside 2017 von Künstlern, die in diesem Jahr alle in Neuhausen ob Eck erwartet werden. Wer sich also jetzt schon in Southside-Stimmung bringen möchte, viel Spaß!

Auf und davon – Casper – „Heute bin ich aufgewacht/Augen aufgemacht/Sonnenstrahlen im Gesicht/Halte die Welt an und bin auf und davon“. Casper prescht voraus und wir ziehen mit. Denn mal ehrlich: Haben wir nicht alle die Schnauze voll vom Arbeits-Trott und diesem ur-deutschen Produktivitäts-Zwang? Also raus hier. Gemeinsam mit dem Deutsch-Rapper reisen wir hinter die Berge – „da wo Fehler verzeihbar sind/an den Ort, wo wir mit 17 dachten, dass wir mit 30 sind.“ Beim Autor dieser Zeilen war das tatsächlich das Southside. Zumindest nahm ich mir damals als Fast-Volljähriger  nach der ersten berauschenden Festival-Erfahrung fest vor, jedes Jahr wiederzukommen.



Jesus of Suburbia (live) – Green Day – “Good riddance”-  Lang genug waren wir „The Waiting“.Jetzt sieht der „Longview“ bestens aus. Denn Ende Juni heißt es „Let yourself go“: Wir machen „Holiday“ - werden zu „Kings for three days“. Schließlich verwandelt das Southside selbst den drögsten Stubenhocker in einen „Basket Case“. „Welcome to Paradise!“ Wem das jetzt zu viele nerdige Anspielungen auf einmal waren - einfach auf die Abspieltaste drücken und elf Minuten Green Day genießen. „Jesus of Suburbia“ zeigt, dass die Kalifornier auch nach drei Jahrzehnten immer noch genau das liefern, wofür wir Rockbands brauchen: Krach, Melancholie, Ekstase und Katharsis. Sicher auch beim Southside. “You’ll have the time of your life!” 



S.O.B. - Nathaniel Rateliff & The Night Sweats - Nur damit keine Missverständnisse aufkommen - natürlich sind wir wegen der Musik auf dem Southside. Wer die ganze Zeit auf dem Zeltplatz Dosenbier zischt, verpasst doch das Beste. Aber zwischendurch ist auch mal ein Radler auf dem Zeltplatz erlaubt. Und dazu haben wir sogar schon den passenden Song. Nathaniel Rateliff klingt nicht nur so, als hätte er mit seinen Stimmbändern die Whiskey-Fässer Nordamerikas runtergeputzt, sauber gewischt und abgeschmirgelt – nein, er singt auch noch über das Trinken. Zärtlich bellend und herrlich pathetisch. „Son of a bitch - gimme a drink!“



Little Numbers – Boy – Mit ihren Kompositionen verbinden Boy anspruchsvoll und angenehm. Und weil sie so federleicht und zurückhaltend sind, dürfte es vielen Radio-Hörern entgangen sein, dass die jungen Frauen mittlerweile weltweite Chart-Erfolge aufweisen können. „Little Numbers“ schaffte es zum Beispiel auf Rang vier der japanischen Hitparaden. So klingt Pop in gut.



Time to smile - Xavier Rudd - Lange Rastalocken, ein seliges Lächeln: So spaziert der Australier Xavier Rudd durchs Leben. Aber mal ehrlich, er hat auch wenig Grund, sich Sorgen zu machen. Wer sich auf so vielen Instrumenten ausdrücken kann, dabei klingt wie Bob Marley und aussieht wie ein hawaiianischer Jesus, dem kann eigentlich nicht viel passieren. Diese Zuversicht strahlt auch seine Musik aus. Wer es sommerlich mag, kommt an Xavier Rudd kaum vorbei.



Gewinner (live vom Southside) – Clueso – Für Festival-Besucher ist das Wetter mehr als nur ein Smalltalk-Thema. Wer schon mal im strömenden Regen ein Zelt aufbauen musste, morgens schweißgebadet in einem aufgewacht ist, sich bösen Sonnenbrand oder gar die Sommergrippe eingefangen hat, weiß das nur allzu gut. Aber manchmal gibt es sie eben auch: Diese Festival-Momente, wo das Wetter perfekt ist. So wie bei Cluesos Auftritt auf dem Southside 2009. Als sich die Regenwolken verzogen und die untergehende Sonne die ganze Welt zu umarmen schien. Einfach schön! Wir drücken die Daumen, dass es bei Cluesos Comeback im Juni genauso aussieht.



Gloria (live mit Lana del Rey) – Mando Diao – Es lohnt sich, Mando Diao ihre selbstgewählten Vergleiche mit den Beatles zu verzeihen. Als wir jung waren, haben wir doch alle ab und an mal Blödsinn verzapft. Und: Sie sind vielleicht nicht die Fab-Four, aber die Schweden schreiben trotzdem verdammt gute Songs. Zum Beispiel „Gloria“. Das gefällt auch Lana del Ray. Beim gemeinsamen MTV-Unplugged Auftritt hat die Sängerin offensichtlich Spaß am sinnlichen Mit-Gehauche. 



Schwung in die Kiste – Die Orsons – Viel Sinn ergibt das ja nicht, was sich die Orsons im Text von „Schwung in die Kiste“ zusammen schwadronieren. Spaß macht es allemal: „Rapper kommen, fragen, ob sie mit meinem Smartphone ihre Ma anrufen können/Ich sag: ‚Ja klar, da, drück einfach Wahlwiederholung,‘ Wovon handelt dieser Song? Weiß ich nicht/Aber seid ihr schon mal nackt auf einem Trampolin gesprungen?“ Gute Frage - wir denken darüber nach, wenn der Song vorbei ist. Grade sind wir damit beschäftigt, das Hinterteil zu schwingen. „Let’s go, let’s fetz/Volle Pulle, volle Power!“



Maschin – Bilderbuch – Spätestens seit „Maschin“ sind die vier Österreicher von Bilderbuch kein Geheimtipp mehr. Auf der in Deutschland vor allem durch die Band Wanda angeschobenen Austro-Pop-Welle schwimmen die Macher von Ohrwürmern wie „Spliff“, „Bungalow“ und „Sneakers4free“ ganz oben mit. Ihr viertes Album „Magic Life“ wird nicht nur von den Fans gefeiert - ihm wird auch von den Kritikern gehuldigt. Die Mischung aus Hip-Hop, Pop und einer feinen Brise Falco überzeugt sowohl aus den Lautsprecherboxen der heimischen Soundanlage als auch live.



Joker and the thief  – Wolfmother – Entwarnung: Es gibt ihn noch immer, den guten alten Rock. Man muss nur einmal um den Erdball reisen. Dahin, wo die Toilettenspülungen noch rebellisch in die andere Richtung zirkulieren. Im Herzen des australischen Kontinents haben Wolfmother dem Power-Trio aus den Tagen von Cream und The Jimi Hendrix Experience eine Frischzellenkur verpasst. Das rockt auch unsere Hemisphäre. 



Chabos wissen, wer der Babo ist – Haftbefehl – Gefürchtet, gefeiert und verabscheut. Haftbefehl alias Aykut Anhan kann sich über mangelnde Reaktionen nicht beklagen. Der Offenbacher Gangsta wird beim Southside 2017 mit dabei sein - und hoffentlich hat er auch diesen Hafti-Klassiker im Gepäck. 



Seven Deadly Sins (live) – Flogging Molly – Mit Flogging Molly wird jeder Tag zu Saint Patrick’s Day, verspricht Moderator Jimmy Kimmel in der Ansage zu diesem Video. Was folgt sind drei Minuten, die sich gewaschen haben. Ja, man kann tatsächlich zu Folk-Musik Pogo tanzen. Warum man das wollen sollte? Einfach auf Play drücken und herausfinden.



Geister - Gloria -  Eine gute Playlist braucht Raum zum Atmen. Ein Lied, das es einem erlaubt, auch mal innezuhalten. Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet Klaas Heufer-Umlauf die passend leisen Töne parat hat? Abseits vom Comedy-Zirkus und Halligalli-Bruder Joko Winterscheidt kann Klaas nämlich auch anders. Sanft und melancholisch klingt er da. Vielleicht ein bisschen Metaphern-beladen, aber trotzdem sehr angenehm. Unterstützt wird er von Mark Tavassol, dem früheren Gitarristen von Wir Sind Helden.



Il est là- Irie Révoltés – Wir ziehen das Tempo wieder leicht an. Das klingt französisch, sommerlich, Ska- und Reggae-lastig. Irie Révoltés machen Lust auf das Southside, weil man ihnen anmerkt, wie viel Spaß sie selbst auf ihren Konzertreisen haben. „Il est là“ liefert den Videobeweis.



No Diggity/Thrift Shop (live) – Passenger – Ein bisschen weinerlich klingt er schon. Selbst glühende Passenger-Fans werden das nicht leugnen können. Dabei nimmt sich der britische Sänger selbst gar nicht so furchtbar ernst. In diesem Video zeigt Mike Rosenberg zusammen mit dem zweiten britischen Schmusebarden, Ed Sheeran, wie es klingt, wenn man melancholisches Songwritertum mit fröhlichem Hip Hop kreuzt. Daumen hoch vom SÜDKURIER.



Royals - Lorde – 16 Jahre war Lorde als sie in einer Schulpause die Lyrics von „Royals“ zu Papier brachte. Vier Jahre danach kommt der weiseste aller Teenager nach Neuhausen ob Eck. Wir freuen uns auf die junge Frau, die beim Singen so schön Horrorfilm-artig zuckt und in Interviews immer wirkt, als würde sie am liebsten in einem Erdloch verschwinden. Braucht sie gar nicht. Schließlich ist die Neuseeländerin eine der wunderbarsten Musik-Entdeckungen der vergangenen Jahre - und längst selbst schon Pop-Royalty.



Radioactive – Imagine Dragons – Knapp 30 Jahre nachdem Run-DMC und Aerosmith mit „Walk this way“ erstmals eine massentaugliche Mischung aus Rap und Rock auf den Plattenteller brachten, kommt hier der vorläufige Höhepunkt des damals geschaffenen Genre-Mix. Die Imagine Dragons und Kendrick Lamar präsentieren Musik, die sich steigert und steigert und am Ende schier zu explodieren droht. Wir sind gespannt darauf, ob die Indie-Rocker in Neuhausen ob Eck das gleiche Feuer entfachen werden. Kendrick und die Trommler dürfen sie gerne mitbringen.
 

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