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Meßkirch Das steckt hinter dem Tafel-Gedanken

17.03.2010


1. Die Tafel-Idee: Nach Angaben des Bundesverbandes „Deutsche Tafel“ gibt es in der Bundesrepublik derzeit über 860 Tafeln. Rund 40 000 Helfer zwischen Flensburg und Konstanz sorgen dafür, dass über eine Million Menschen mit preisgünstigen Lebensmitteln versorgt werden. Die als unverkäuflich aussortierten Lebensmittel stammen von Discountern, Bäckereien oder im Einzelfall von Landwirten. Die Lebensmittel sind aber qualitativ einwandfrei. Die Tafel-Idee wurde zuerst 1963 in Phoenix/Arizona in den USA umgesetzt. In der Bundesrepublik gibt es Tafeln seit 1993.

2.  Tafeln im Kreis Sigmaringen: Mindestens 4853 Personen oder rund 3,7 Prozent der Bevölkerung im Landkreis Sigmaringen sind auf den verbilligten Einkauf von Lebensmitteln aus den Tafelläden und dem Tafelmobil des DRK-Kreisverbandes Sigmaringen angewiesen. Seit 2004 kümmert sich das Rote Kreuz den Aufbau eines Tafelsystems. 2005 entstand der Tafelladen in Sigmaringen, ein Jahr später folgte die Einrichtung in Bad Saulgau. Seit 2008 ist die Tafel in Gammertingen vertreten. Der bislang letzte Ausbauschritt ist die Einführung des Tafelmobils zum 28.Januar 2010. Wie DRK-Kreisgeschäftsführer Martin Grillenberg bestätigt, soll nach dem endgültigen Abschluss der Immobilienverhandlungen auf jeden Fall noch 2010 in Meßkirch eine stationäre Tafel eingerichtet werden. Nach den bisherigen Erfahrungen des DRK steigt der Bedarf für die Tafel-Lebensmittel von Jahr zu Jahr weiter an. Beim DRK-Kreisverband waren am Jahresbeginn 1350 Berechtigungsausweise registriert. Bereits Mitte Februar hat sich diese Zahl auf 1381 erhöht. Hinter jedem dieser Einkaufsausweise stehen im Durchschnitt 3,5 betroffene Personen.

Das DRK geht von einer hohen Dunkelziffer aus, weil sich viele Berechtigte noch vor dem Einkauf in der Tafel scheuen.

Mindestens 4853 Personen oder rund 3,7 Prozent der Bevölkerung im Landkreis Sigmaringen sind auf den verbilligten Einkauf von Lebensmitteln aus den Tafelläden und dem Tafelmobil des DRK-Kreisverbandes Sigmaringen angewiesen. Seit 2004 kümmert sich das Rote Kreuz den Aufbau eines Tafelsystems. 2005 entstand der Tafelladen in Sigmaringen, ein Jahr später folgte die Einrichtung in Bad Saulgau. Seit 2008 ist die Tafel in Gammertingen vertreten. Der bislang letzte Ausbauschritt ist die Einführung des Tafelmobils zum 28.Januar 2010. Wie DRK-Kreisgeschäftsführer Martin Grillenberg bestätigt, soll nach dem endgültigen Abschluss der Immobilienverhandlungen auf jeden Fall noch 2010 in Meßkirch eine stationäre Tafel eingerichtet werden. Nach den bisherigen Erfahrungen des DRK steigt der Bedarf für die Tafel-Lebensmittel von Jahr zu Jahr weiter an. Beim DRK-Kreisverband waren am Jahresbeginn 1350 Berechtigungsausweise registriert. Bereits Mitte Februar hat sich diese Zahl auf 1381 erhöht. Hinter jedem dieser Einkaufsausweise stehen im Durchschnitt 3,5 betroffene Personen. Das DRK geht von einer hohen Dunkelziffer aus, weil sich viele Berechtigte noch vor dem Einkauf in der Tafel scheuen.

3.  Situation im Bodenseekreis: Im Westteil des Bodenseekreises leben im Bereich von Markdorf und Überlingen rund 90 000 Menschen. Der Caritas-Verband Linzgau betreibt in Überlingen den Tafelladen. Nach Angaben von Caritas-Geschäftsführer Bernhard Hatt gab es am Jahresbeginn rund 300 Berechtigungskarten. Damit, so Hatt, dürften schätzungsweise 900 Menschen im Bereich von Überlingen und seinen zwölf Umlandgemeinden von der Tafel abhängig sein. Die zweite Tafel wird vom Trägerverein Zukunftswerkstatt in Markdorf mit Unterstützung der evangelischen und der katholischen Kirchengemeinde betrieben. Dessen Vorsitzender Helmut Klinkhammer berichtet: „Unsere Tafel gibt es seit Sommer 2002. Pro Woche registrieren wir rund 50 Käufer“. Eine Sonderrolle nimmt die Tafel in Pfullendorf ein. Wegen der alten Kreisgrenzen ist für diese Tafel das DRK aus dem Bodenseekreis zuständig. Registriert sind im Augenblick 140 Karten und geschätzt werden rund 500 Betroffene. (hps)

Im Westteil des Bodenseekreises leben im Bereich von Markdorf und Überlingen rund 90 000 Menschen. Der Caritas-Verband Linzgau betreibt in Überlingen den Tafelladen. Nach Angaben von Caritas-Geschäftsführer Bernhard Hatt gab es am Jahresbeginn rund 300 Berechtigungskarten. Damit, so Hatt, dürften schätzungsweise 900 Menschen im Bereich von Überlingen und seinen zwölf Umlandgemeinden von der Tafel abhängig sein. Die zweite Tafel wird vom Trägerverein Zukunftswerkstatt in Markdorf mit Unterstützung der evangelischen und der katholischen Kirchengemeinde betrieben.

Dessen Vorsitzender Helmut Klinkhammer berichtet: „Unsere Tafel gibt es seit Sommer 2002. Pro Woche registrieren wir rund 50 Käufer“. Eine Sonderrolle nimmt die Tafel in Pfullendorf ein. Wegen der alten Kreisgrenzen ist für diese Tafel das DRK aus dem Bodenseekreis zuständig. Registriert sind im Augenblick 140 Karten und geschätzt werden rund 500 Betroffene. (hps)

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