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Meßkirch Zuschuss steigt auf 300 000 Euro

Mehrere Veränderungen im Zusammenhang mit dem Campus Galli gaben Bürgermeister Arne Zwick und Bert M. Geurten, Vorsitzender des Vereins Karolingische Klosterstadt, gestern bei einem Pressegespräch bekannt.

Der Zuschuss an den Verein durch die Stadt soll sich in diesem Jahr auf rund 300 000 Euro belaufen. Zu den bereits bekannten 65 000 Euro sollen demnach weitere 200 000 Euro plus ein noch offener Betrag für das Gehalt eines Geschäftsführers dazukommen. Diese Stelle beim Klosterstadtverein werde neu geschaffen. Zudem sei beschlossen worden, einen Zimmermann auf der Baustelle anzustellen, informierte Zwick. Gegenüber der Oktoberplanung, die von 44 000 Besuchern in diesem Jahr ausging, sei die Zahl der erwarteten Besucher in diesem Jahr auf 30 000 reduziert worden. „Damit wollen wir Sicherheit in den Zahlen haben“, sagte Zwick. Die Entwicklung der Zuschusshöhe in der Zukunft umriss der Bürgermeister mit der Gleichung, dass 15 000 Besucher einem Betrag von 100 000 Euro entsprächen. Sprich: Ein Plus von 15 000 Besucher ergebe eine Reduzierung der Zuschusshöhe um 100 000 Euro. „Das Projekt ist auf dem richtigen Weg“, sagte Zwick. Der Gemeinderat stehe mit überwältigender Mehrheit hinter dem Projekt. Geurten hielt fest: „In der vierten Saison schreiben wir eine schwarze Null.“ Seit April diesen Jahres seien rund 7000 Besucher auf den Campus Galli gekommen.

 

Eine zweite Änderung betrifft den Klosterstadtverein selbst, der künftig zehn Mitglieder haben wird, wovon die Hälfte durch den Meßkircher Gemeinderat gewählt werden. Aus Meßkirch sollen dem Verein Jürgen Alber, Manfred Amann, Alexandra Gößl, Anton Oschwald und Hubert Hauff angehören. Ihre Wahl sei bereits erfolgt. Die anderen fünf Personen kommen aus dem bestehenden Verein. Dies sind: Bert M. Geurten, Verena Scondo, die bisherige zweite Vereinsvorsitzende, sowie Ria Fertig, Judith Kniesch und Kathrin Schnitker, die im Ursprungsverein ebenfalls schon Mitglieder waren. Dem vierköpfigen Vereinsvorstand sollen fortan zwei Meßkircher Vertreter angehören. Der Vorsitzende und der zweite stellvertretende Vorsitzende sollten vom „Altverein“ gestellt werden. Der stellvertretende Vorsitzende und der Schriftführer sollten durch den Meßkircher Gemeinderat bestimmt werden, informierte Zwick. Auf Vorschlag der Gemeinderatsfraktionen habe es eine neunköpfige Namensliste gegeben, über die in geheimer Wahl abgestimmt wurde. Dem Vereinsvorsitz stehe bei dieser Wahl kein Vetorecht zu, sagt Zwick. Die Amtszeit für die Vereinsmitglieder betrage drei Jahre. „Wir haben fünf neue Mitstreiter bekommen“, sagte Geurten und Zwick erläuterte, dass der Gemeinderat eine stärkere Verankerung des Vereins vor Ort wollte. „Das Geld fließt weiter in den Verein aber wir sind jetzt dabei“, stellte er fest. Wenn Meßkircher Bürger mit in dem Verein sind, gebe es zudem Transparenz, unterstrich er. In der Vergangenheit habe es immer wieder Kritik daran gegeben, dass der Verein nicht vor Ort war, man ihm nicht beitreten konnte und seine Besetzung nicht bekannt war.

 

Um Geurten und die anderen Vereinsmitarbeiter auf der Baustelle von organisatorischen Aufgaben zu entlasten soll zudem die Stelle eines Geschäftsführers eingerichtet werden. Gesucht werde eine Person mit Berufserfahrung und betriebswirtschaftlichen Kenntnissen, die koordinierende, organisierende und planende Aufgaben übernehmen soll. Es handle sich dabei um eine Vollzeitstelle. Die Schaffung dieser neuen Stelle bringe keine Beschneidung der Aufgaben von Geurten mit sich, betonte Zwick sondern sei im Konsens geschaffen worden. „Ich werde das Projekt weiter nach außen vertreten“, stellte Geurten fest. Für die Stelle eines Geschäftsführers lägen bereits zwei Bewerbungen vor, eine davon von einer externen Person, sagt Zwick.

 

Der Klosterstadtverein

Der Sitz des Klosterstadtvereins wird von Aachen nach Meßkirch verlegt.
Der Sitz des Klosterstadtvereins wird von Aachen nach Meßkirch verlegt. Der Eintrag in das Vereinsregister in Sigmaringen stehe noch aus, doch die notwendigen Beschlüsse seien gefasst. Die öffentlichen Jahreshauptversammlungen werden so in Zukunft in Meßkirch stattfinden. Der gemeinnützige Verein ist Träger des Campus Galli und beschäftigt die dortigen Mitarbeiter, sagt Bürgermeister Arne Zwick. Die Aufgabe des Vereins sei es, die Fortführung des Projekts zu entwickeln, stellte Bert M. Geurten, Vorsitzender des Klosterstadtvereins, fest. Konkret gehe es darum, wie weitergebaut wird. „Wir sind jetzt an 2015“, sagte Geurten. Zentrale Aufgabe sei es auch, das Alleinstellungsmerkmal von Campus Galli zu erhalten. „Unsere Aufgabe ist es eine Strategie zu entwickeln, nach der wir kein ‚Disney Land' werden“, sagt Geurten. (mos)

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