Meßkirch Tierschutzorganisation „Peta“ sieht Verstöße gegen Jagdrecht und das Tierschutzgesetz

Die Tierschutzorganisation „Peta“ begründet in einer Pressemitteilung ihre Position gegenüber der jüngsten revierübergreifenden Drückjagd bei Meßkirch. Die Jagd habe in mehreren Punkten gegen das geltende Jagdrecht und das Tierschutzgesetz verstoßen, teilt die Organisation mit.

Wofür steht die Tierschutzorganisation „Peta“?

„Peta Deutschland“ ist eine Schwesterorganisation von „Peta USA“, der mit über drei Millionen Unterstützern weltweit größten Tierrechtsorganisation, wie es auf der Homepage von „Peta Deutschland“ heißt. Die Arbeit der Organisation umfasse unter anderem die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für Tierschutz und Tierrechtes, die Aufdeckung von Tierquälerei sowie die Veranstaltung von Protestaktionen.

Was ist die Position von „Peta“ im Fall der revierübergreifenden Drückjagd bei Meßkirch?

In einer Pressemitteilung von Peta heißt es dazu: „Rechtsanwalt Dominik Storr ist der Auffassung, dass die von den Hegeringen Sigmaringen und Meßkirch sowie dem Bauernverband organisierte Jagd gleich in mehreren Punkten gegen das geltende Jagdrecht und das Tierschutzgesetz verstößt.“ Zum einen würden Wildschweine wie Schädlinge behandelt und für „Schädlingsbekämpfung“ seien die Jäger nicht zuständig.

„Zudem gebe es für revierübergreifende Jagden dieser Größenordnung keine gesetzliche Grundlage. Hinzu komme, dass bei Jagden dieser Größenordnung das gesamte ökologische Gleichgewicht in den betroffenen Revieren und darüber hinaus aus den Fugen gerate, was gegen das Jagdgesetz verstoße“, heißt es in der Mitteilung von Peta. „Auch würden dadurch die Sozialstrukturen der Wildschweine zerstört werden, was eine unkontrollierte Vermehrung und damit eine Wildschweinschwemme zur Folge habe. Ein weiterer Verstoß sei, dass Jagden dieser Größenordnung nicht weidgerecht sein können.

‚Bei Jagden dieser Größenordnung handelt es sich um einen reinen Totschießaktionismus, der mit Weidgerechtigkeit nichts zu tun hat und zu dem vor allem die Bauernverbände sowie die entsprechenden Lobbyisten in den Ministerien aufstacheln'“, so die Tierschutzorganisation. (mos)

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