Die Städtepartnerschaft Meßkirch-Sassenage kann auf 30 Jahre zurückblicken. Jetzt gilt es, nach vorne zu schauen und sie mit neuem Leben zu füllen. In dieser Bewertung stimmten die Bürgermeister der beiden Städte, Christian Coigné und Arne Zwick überein, als sie vor wenigen Tagen in einer feierlichen Zeremonie in Sassenage eine Gedenktafel enthüllten, die jetzt einen Stein im „Parc Messkirch“ schmückt.
Zu diesem Zeitpunkt hatte die 18-köpfige Delegation aus Meßkirch schon zwei Tage lang die Gastfreundschaft ihrer französischen Freunde genossen, berichtet Peter Kumm. Vanessa Lingner, eine weitere Teilnehmerin der Fahrt, berichtet, dass sie möglicherweise eine Chorpatenschaft aufbauen möchte. Partnerschaften zwischen den Vereinen der beiden Städte halte sie für den richtigen Weg, um die Partnerschaft mit Leben zu erfüllen.
Bürgermeister Zwick weist darauf hin, dass der Schüleraustausch nach wie vor die tragende Säule der Partnerschaft ist. In der Partnerschaft gehe es heute darum, das Verständnis für den europäischen Einigungsprozess zu befördern, sagt Zwick. Er und sein französischer Amtskollege seien dabei zu überlegen, wie dies vorangetrieben werden könne.
Kumm berichtet, dass sich Meßkirchs Partnerstadt gewaltig verändert habe. So gebe es im Rathaus eine modern ausgestattete Mediathek und neben dem Rathaus eine neue Kinderkrippe mit 60 Plätzen mitsamt einem Versammlungslokal für Senioren. „Bewunderung und fast etwas Neid löste das nächste Objekt aus: eine riesige Sporthalle mit Tribüne und diversen kleineren Sportsälen, darunter eine Kletterhalle von gewaltigen Ausmaßen. Es handelt sich um die neue Turnhalle des Collège A. Fleming“, fährt Kumm fort.
Im „Parc Meßkirch“ sei die Erinnerungstafel eingeweiht worden, fährt Kumm fort. Eine Kopie überreichte Bürgermeister Coigné an Zwick. Sie werde vielleicht einen Platz im Sassenagegarten finden. Und ein drittes Mal spielte das Motiv dieser Tafel eine Rolle: sie zierte eine Riesentorte, die am Ende eines letzten Buffets in den Rathaussaal geschoben wurde.
