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13.02.2014  |  von  |  0 Kommentare

Meßkirch St.-Martins-Kirche: Renovierung als Anliegen der Bürger

Meßkirch -  Das Geld reicht noch nicht: Das war die zentrale Erkenntnis bei der Hauptversammlung des Baufördervereins St. Martin. Gedacht ist das Geld für die Innenrenovierung der St.-Martins-Kirche. Der Vorsitzende des Baufördervereins, Lothar Bix, informierte im Herz-Jesu-Heim in Meßkirch über den aktuellen Stand der Dinge.

Vorstandsmitglied Karl Hermann (links) und Klaus Löffler, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins, wissen, dass der Verein in den kommenden Jahren noch viel Geld für die Innensanierung sammeln muss.  Bild: Moser

Haben den Scheck über 1000 Euro für die Kirchenrenovierung aus dem Erlös des Männerschola-Konzerts in den Händen (von links): Christian Greiter, Lothar Bix und Markus Meder.  Bild: Klein



Vorstand und Mitglieder des Baufördervereins engagieren sich und ackern bis an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit, um die Innenrenovierung ihres in die Jahre gekommenen, geschichtsträchtigen und deshalb unbedingt erhaltenswerten Kleinodes, der St.-Martins-Kirche, finanziell zu stemmen.

Mit Aktionen wie der Bewirtung der Narren beim Fasnetsmändigumzug im Herz-Jesu-Heim mit Kuddelsuppe, Kirchenkonzerten mit Oskar Sattler oder der Meßkircher Männerschola und dem Heeresmusikkorbs Ulm konnten in den vergangenen zwei Jahren insgesamt etwa 60 000 Euro in die Förderkasse erwirtschaftet werden, so dass der aktuelle Kassenstand rund 250 000 Euro beträgt. Und für dieses Jahr haben sowohl das Heeresmusikkorps als auch die Volksmusik-Stars Alexandra und Anita Hofmann ein Benefizkonzert zugesagt. Dennoch stellt Vorstandsmitglied und Kirchenstiftungsrat Karl Hermann mahnend fest: „Unsere Finanzdecke ist noch viel zu gering, um in die voraussichtlich 2,5 Millionen teure Innenrenovierung der Kirche zu starten.“

Seit den 1960er Jahren sei in der Kirche nichts mehr gemacht worden. Je länger der Stillstand anhält, desto teurer wird es – Jahr für Jahr. Das Denkmalamt muss in die gesamten Planungen involviert werden. Anträge auf Zuschüsse für die Innenrenovierung der Kirche von einem nicht nur für die Stadt Meßkirch außerordentlich hohen historischen Wert könnten laut Auskunft des Erzbischöflichen Bauamtes frühestens im Dezember 2015 gestellt werden, sagte Hermann. Wie viel schließlich der Staat und die Erzdiözese an Geldern bewilligen würden, sei gegenwärtig nur abschätzbar. Klar sei allerdings, dass der Bauförderverein eine Summe um die 450 000 Euro zur Verfügung haben müsse – vorher sei dieses Vorhaben nicht zu stemmen, waren sich Bix und Hermann einig. Das müsse einfach zu einem Anliegen aller Meßkircher Bürger werden.

Die finanzielle Kraft der Kirchengemeinde, die dazu einen Anteil von schätzungsweise 250 000 Euro beizusteuern hätte, wird aber durch die Vergrößerung der Seelsorgeeinheit geschwächt, denn auf sie kommen zusätzlich in den Teilgemeinden jahrelang vernachlässigte Baumaßnahmen hinzu. Ein weiteres, noch nicht abschätzbares Problem stellt die an die Martinskirche angebaute, im Fürstenbergischen Besitz befindliche Nepomuk-Kapelle dar, die laut Gutachten massiv vom Hausschwamm befallen sein soll, der möglicherweise auch auf das Kirchengebäude übergreifen könnte. In diesem Punkt konnte die Erzdiözese mit dem Haus Fürstenberg bislang leider keine Einigung in punkto Kostenübernahme oder gar Eigentümerwechsel erzielen, stellte Karl Hermann fest. Ein Abschluss der Innenrenovierungsarbeiten 2018 oder 2019 sei aus heutiger Sicht – vorsichtig geschätzt – realistisch.

 

Der Verein

Der Bauförderverein St. Martin in Meßkirch wurde im November 2006 gegründet, um die Außen- und die Innenrenovation der St.-Martins-Kirche mit Kräften zu unterstützen. Der Jahresbeitrag für den Verein beläuft sich auf 20 Euro. Gespendet werden kann dem Verein über die Bankverbindungen: Sparkasse Pfullendorf-Meßkirch, Konto Nr. 574 707s, BLZ 69 051 620; Volksbank Meßkirch: Konto 78 58 06, BLZ 69 362 032. (sk)
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