Der Grund: An der Conradin Kreutzer Grund- und Werkrealschule waren bereits so viele Schüler in Richtung Menningen zugestiegen, dass kein Platz mehr war.
Der Busfahrer habe den Grundschülern darauf gesagt, dass sie künftig nicht mehr in den Bus einsteigen dürften und die gleiche Rückmeldung habe sie auch von den Kreisverkehrsbetrieben (KVB) in Sigmaringen bekommen, sagt Gabriele Weiß, Leiterin der Meßkircher Grund- und Werkrealschule. Dagegen habe sie bei den Verkehrsbetrieben protestiert und einen zweiten Bus gefordert, sagt Weiß. Bislang habe sie keine Rückmeldung bekommen.
Im vorangegangenen Schuljahr hätten die Schüler in Richtung Menningen einen Bus der Firma Fecht um 15.18 Uhr genommen, der ab der Bahnhofstraße fährt. Dazu hätten die Kinder die Bahnhofstraße queren müssen, fährt Weiß fort. Dies wollten besorgte Eltern nun jedoch auch wegen des Verkehrsaufkommens in Folge der Umleitungen nicht mehr. Die Nutzung des Busses um 15.18 Uhr sei ohnehin auch nur ein unguter Kompromiss gewesen, der neben einer Gefährdung der Schüler durch das Überqueren der Straße auch für Unruhe innerhalb der Schule wegen der damit verbundenen unterschiedlicher Unterrichtszeiten geführt habe. Die Unterrichtszeiten für den Nachmittagsunterricht seien in Absprache mit den Kreisverkehrsbetrieben Sigmaringen zuvor indes so vereinbart worden, dass die Schüler der Grund- und Werkrealschule am Donnerstag den Bus um 15.
40 Uhr nehmen könnten, stellt Weiß klar. „Alles war mit dem KVB abgesprochen und wir halten uns an die besprochenen Zeiten.“
Seitens der KVB in Sigmaringen heißt es dagegen, dass kein zweiter Bus eingesetzt werden kann. Man habe im Sekretariat der Meßkircher Schule angerufen und gesagt, dass die Schüler wieder den früheren Bus nehmen müssten. Andernfalls sollte die Schule eine Aufsicht beauftragen, die die Schüler über die Bahnhofstraße geleitet oder der Fecht-Bus sollte vor der Schule halten. Für Schulleiterin Weiß sind das keine Lösungen. Es gebe Aufsichten für die Haltestelle vor dem Schulhaus, für Haltestellen im Stadtgebiet werde die Schule jedoch keine Aufsichten stellen und sei dazu auch nicht gesetzlich verpflichtet. Zudem würde dies bedeuten, dass einige Schüler wieder den Nachmittagsunterricht eine Viertelstunde früher beginnen müssten, um rechtzeitig den Bus um 15.18 Uhr zu erreichen, stellt Weiß weiter fest. Vereinbart sei aber ein Beginn des Nachmittagunterrichts um 14 Uhr gewesen und daran wolle sich die Schule künftig halten.
Einen späteren Bus könnten die Kinder in Richtung Menningen auch nicht nehmen, erläutert Weiß. Der nächste würde nämlich erst um 17 Uhr fahren und so lange könne man die jungen Schüler nicht warten lassen.
