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Meßkirch Schüler erkunden Stammbaum der Zimmern

Die Klasse 8a recherchiert einen Geschichts-Rückblick:

Die Klasse 8a vor dem Stammbaum des Meßkircher Zimmern-Geschlechtes. In ihrem Projekt im Deutschunterricht haben sie den Stammbaum erarbeitet.
Die Klasse 8a vor dem Stammbaum des Meßkircher Zimmern-Geschlechtes. In ihrem Projekt im Deutschunterricht haben sie den Stammbaum erarbeitet. | Bild: Bild: Diener

Meßkirch – Vieles in Meßkirch erinnert uns noch heute an das Geschlecht der Freiherren und Grafen von Zimmern: Die Zimmernstraße, unser Zimmern-Schloss, die Martinskirche, das Restaurant Froben und natürlich unsere Realschule. Die Realschule Meßkirch erhielt vor knapp 25 Jahren ihren Namen Grafen-von-Zimmern-Realschule. Grund genug für uns, die Klasse 8a an dieser Schule, zu recherchieren, wer diese Grafen von Zimmern waren und was sie mit Meßkirch zu tun hatten.

Hier ein kurzer Abriss der für Meßkirch bedeutenden Freiherren und Grafen des Geschlechtes von Zimmern – ihre Lebenszeit und ihr Wirken. Die Geschichte von Meßkirch wurde durch die Herrschaft des Zimmern-Geschlechtes geprägt. Als Stadt erwähnt wurde der Marktflecken Meßkirch erstmals 1261. Durch die Heirat von Anna von Waldburg zu Rohrdorf mit Freiherrn Werner von Zimmern vom Adelsgeschlecht aus Herrenzimmern bei Rottweil kamen 1354 Meßkirch und Rohrdorf in den Besitz der Freiherren von Zimmern und so das Zimmern-Geschlecht nach Meßkirch. Ihr Sohn Johannes von Zimmern d. Ä. war der erste Zimmern-Fürst, der in Meßkirch lebte.

Johannes Werner d. J. von Zimmern (ca.1480 – 1548) war einer seiner späteren Nachkommen. Er war mit Katharina von Erbach verheiratet. 1514 wird sein erster Sohn, Christoph Werner, und 1516 sein zweiter Sohn, Johannes Christoph, geboren. Als er sich 1517 zwischen der Fastenwoche und Fronleichnam auf eine Wallfahrt nach Santiago de Compostela begibt, stirbt in dieser Zeit sein erster Sohn. Johannes Werner und einige andere Adelige ziehen sich darauf auf den Hohentwiel zurück. Sein Sohn Froben wurde 1519 geboren, der später für Meßkirch große Bedeutung bekam.

Der Erbauer der Martinskirche Freiherr Gottfried Werner wurde am 13. Januar 1484 in Meßkirch geboren, er ist der jüngere Bruder von Johannes Werner d. J. Er war mit Apollonia von Henneberg verheiratet und hatte zwei Töchter. Da er keinen eigenen Sohn hatte, kümmerte er sich besonders um seinen Neffen Christoph Froben. Gottfried Werner baute die St. Martinskirche und renovierte anschließend die Burg Wildenstein und baute sie zur Festung um. Wilhelm Werner von Zimmern (1485-1575) Freiherr Wilhelm Werner, der jüngste Bruder von Johannes Werner und Gottfried Werner war ein sehr gelehrter Künstler und Dichter, aber auch Forscher. Außerdem richtete er ein Museum und eine Bibliothek ein.

Graf Froben Christoph von Zimmern ist am 19. Februar 1519 auf Schloss Mespelbrunn geboren. 1531 kam er zum ersten Mal in seine zimmerische Heimat, auf die Burg Falkenstein. Er studierte in Tübingen und schloss dort sein Studium 1533 zusammen mit seinem älteren Bruder Johann Christoph von Zimmern ab. 1538 wurden die Herren von Zimmern in den Grafenstand erhoben. 1544 heiratete Graf Froben Christoph Kunigunde von Eberstein. Nach dem Tod seines Vaters Johann Werner d. J. 1548 übernahm die Herrschaft und baute, wo früher die Burg von Meßkirch war, das Meßkircher Schloss für sich und seine Familie. Er ist der Verfasser der berühmten Zimmerischen Chronik. Er hatte nur einen Sohn, Wilhelm, und neun Töchter. Froben Christoph, starb am 17.05.1566 vermutlich in Meßkirch.

Graf Wilhelm von Zimmern – der letzte Zimmern-Graf (1549-1594) – ist 1549 in Meßkirch geboren. Als sein Vater Froben Christoph 1563 starb, fielen all seine Besitzungen an ihn. 1594 starb auch er und wurde er in der Schlosskirche St. Martin beigesetzt. Wilhelm blieb kinderlos und das Geschlecht „Zimmern“ starb 1594 nach seinem Tod aus. Das Erbe fiel an Schwester Apollonia, die mit Georg von Helfenstein verheiratet war und zur Fürstenberg-Linie gehörte.

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