Meßkirch Radio-Vatikan-Reporter schaut sich auf der Klosterstadtbaustelle um

Das Medieninteresse an der Klosterbaustelle wird immer größer. Pater Bernd Hagenkord aus Rom war zu Gast auf Campus Galli – er recherchierte für Radio Vatikan.

Das mediale Interesse an Campus Galli nimmt stetig zu. Erst vor Kurzem kam die Landesschau des Südwestrundfunks zwei Mal und drehte auf der Klosterbaustelle. ZDFtivi schickte für die Kinder-Nachrichtensendung „logo!“ einen Kinderreporter zur Recherche ins Frühmittelalter auf den Campus und demnächst wird Bert M. Geurten, Vorsitzender des Klosterstadtvereins, in einer Ratesendung zu sehen sein. Wie Pater Bernd Hagenkord von Radio Vatikan in Rom auf Campus Galli stieß, das kann er nicht mehr genau nachvollziehen. Es müsse bei einer Recherche zu St. Gallen gewesen sein.

Der Jesuiten-Pater studierte Geschichtswissenschaften und Journalistik und ist seit 2009 Leiter der deutschsprachigen Abteilung von Radio Vatikan. „Ich unternehme eine solche Reise jedes Jahr, um Themen für die Sommerserie zu sammeln“, erzählt er. Das sollen auch kleine Geschichten aus dem Alltag sein. Die Klosterbaustelle ist seine 21. Station, nachdem er zuvor in der Schweiz unterwegs war, St. Gallen besuchte und natürlich im Jahr des Konzil-Jubiläums in Konstanz Halt machte.

Mit Bert M. Geurten macht sich Bernd Hagenkord auf den Weg zu den einzelnen Stationen auf der Klosterbaustelle, lässt sich von der Entstehungsgeschichte erzählen und von den Zielen. Er staunt über die einzelnen Hütten aus Flechtwerk sowie über all die Gewächse auf dem Acker. Während Geurten von der Zeremonie der Orientierung erzählte, beobachtete der Pater, wie zwei Mitarbeiter eine Trage mit Lehm herbeibringen, den sie nach mittelalterlicher Rezeptur mischten.

Nach den ersten Eindrücken setzen sich Geurten und Hagenkord zum Gespräch auf den Marktplatz von Campus Galli. Hagenkord berichtet auch von Rom, wo sich im Vatikan einiges geändert habe seit dem Amtsantritt von Papst Franziskus. „Bei unserer Arbeit haben wir jetzt eine viel höhere Taktfrequenz“, beschreibt er. Der Papst setze unheimlich viel in Bewegung. Das meiste davon bekomme man außerhalb gar nicht mit. Es liefen viele Projekte, es passiere mehr, so dass es mengenweise zu berichten gebe. Vor allem ziehe Papst Franziskus eine größere Aufmerksamkeit auf sich als sein Vorgänger.

Dass sich Menschen ins Frühmittelalter zurückversetzen, findet der Jesuiten-Pater nach seinen ersten Eindrücken schon erstaunlich. Er begreift das Projekt als experimentelle Geschichte, worin ihn Geurten bestärkt. Für seinen Radiobericht möchte er erfahren, was die Mitarbeiter über das Alltagsleben im Mittelalter gelernt haben. Wenn er in Rom zurück ist, wird er alle Eindrücke und Informationen auf fünf Minuten Radiozeit komprimieren müssen. Pater Bernd Hagenkord möchte auf alle Fälle wiederkehren, um die Fortschritte auf dem Campus zu sehen, und Bert M. Geurten ist froh, einen direkten Kontakt im Vatikan zu haben.

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