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14.07.2012  |  0 Kommentare

Meßkirch Radau aus dem Kinderzimmer

Meßkirch -  Schwalbenelternpaar zieht in Heudorfer Pferdestall seinen Nachwuchs groß

Im Minutenabstand schwirren die Schwalbeneltern mit fetter Beute für die Jungvögel in den Heudorfer Pferdestall.  Bild: Steinmüller



Seit fast zwei Monaten ist der Pferde- und Ziegenstall der Familie Probst in Heudorf um einige tierische Bewohner reicher, die sich hier augenscheinlich zu Hause fühlen. Uta Probst berichtet: „Vor ungefähr sechs oder sieben Wochen habe ich zum ersten Mal das Schwalbenpärchen beobachtet, als es hier im Stall nach einem Nistplatz suchte.“ In den folgenden Tagen und Wochen herrschte im Stall rege Bautätigkeit. Die kleinen Schwalben bauten sich aus Lehm ein geräumiges Nest. Dann kam die Brutzeit. Inzwischen sind die ausgeschlüpften Jungen schon sehr groß und offenbar kurz davor, als flügge Jungvögel die Welt kennenzulernen.

Uta Probst beobachtet die Vogelkinderstube in ihrem Stall mit großem Interesse. Besonders bewundert die engagierte Tierfreundin und Hundezüchterin die beiden Elterntiere, die im Minutentakt für den Nachwuchs Nahrung durch das Stallfenster einfliegen. Wie viele Jungschwalben sind es im Stall? Da ist sich Uta Probst noch nicht ganz sicher. Sie erzählt: „Ich habe schon mehrfach versucht, die Schwalben zu zählen. Das ist aber nicht besonders einfach.“ Fünf oder sechs Jungvögel seien es aber sicher.

Die Vogeleltern sind noch immer etwas scheu, wenn sie Menschen im Stall sehen. Doch da helfen die Pferde Monti und Gina. Wenn sie vor den menschlichen Beobachtern auf der Stallgasse in ihrer Box stehen, ist die Luft aus Schwalbensicht rein. Sonst haben die kleinen Vögel ein ausgeprägtes Alarmsystem, wie Uta Probst beobachtete: „Da gibt eines der Elterntiere einen markanten Schrei ab, und der Flugbetrieb ist eingestellt.“ Selbst die Jungen duckten sich nach einem solchen Alarmpfiff in ihr Nest und verhielten sich regungslos. Natürlich wurden Eltern und Junge schon fotografiert, der Blitz auf dem Weg zum Nest stört die Elterntiere aber nicht.

Uta Probst freut sich über das muntere Leben unterhalb der Stalldecke: „Sonst sind Schwalben immer nur am Haus.“ Demnächst soll der Stall umgebaut werden. Aber, und da ist sich die Heudorferin sicher, natürlich so, dass im kommenden Jahr wieder Schwalben nisten können.

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