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Meßkirch Protest gegen zusätzliche Windkraft-Flächen

04.10.2012
Meßkirch -  Bürger aus Langenhart wenden sich gegen die geplante zusätzliche Ausweisung von Windkraft-Flächen im Flächennutzungsplan.

Bürgermeister Arne Zwick (links) empfängt Theo Beil, der die Unterschriftenliste im Namen der unterzeichnenden Langenharter übergibt, im Rathaus.  Bild: Moser

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In Langenhart hat sich eine Bürgerinitiative gegen die „erweiterte Ausweisung“ von Windkraftstandorten gebildet (der SÜDKURIER berichtete). Anfang dieser Woche übergab Theo Beil im Namen der Langenharter Bürger eine Unterschriftenliste an Bürgermeister Arne Zwick, auf der rund 93 Prozent der Langenharter unterschrieben. Dies seien 160 Unterschriften aus den Reihen aller Langenharter ab 16 Jahren, die binnen kürzester Zeit gesammelt wurden, sagte Beil.

In einem Begleitschreiben, das Beil mit übergab, heißt es: „Für die Ausweitung des Flächennutzungsplanes Richtung Langenhart, die der Regionalplan so nicht vorsieht, haben wir kein Verständnis.“ Die Bürger unterstützten mit ihren Unterschriften ausdrücklich die Einwendungen, die der Ortschaftsrat Langenhart in seiner Sitzung am 24. September aufgestellt hat und sie forderten die Anpassung des Flächennutzungsplanes an die die Fläche, die im Regionalplan vorgesehen ist. Dadurch werde ein Abstand von mindestens 1500 Metern erreicht, der sich mit den Forderungen der Ortschaften Altheim und Kreenheinstetten decke.

In einem Gespräch mit Zwick argumentierte Beil, dass sich die Bürger nicht ausreichend informiert fühlten. Dadurch, dass im Flächennutzungsplan mehr Flächen für die Windkraftnutzung ausgewiesen werden sollten als im Regionalplan vorgesehen, werde der Standort für Investoren interessanter. Dies könne gegenüber anderen Regionen zu einer Konzentration und zu einer „Lastverschiebung“ zum Nachteil der Gemeinde führen, stellte Beil fest.

In der Bevölkerung gebe es eine Unruhe mit Blick auf die Entwicklung beim Thema Windkraft. Die Jungend könne hierbei nicht über Informationsveranstaltungen erreicht werden und Laien könnten mit vielseitige, mit Fachausdrücken gespickte Texte, nicht ohne weiteres begreifen, kritisierte er die Informationspolitik der Verwaltung. Er kritisierte weiter, dass ein Informationsangebot der CDU-Fraktion im Gemeinderat erst gestern Abend und somit seiner Ansicht nach zu spät stattfand.

Dem Einspruch des Langenharter Ortschaftsrat folgend, betont die Initiative, dass die Windhöfigkeit in dem Bereich bei Langenhart „nur mit ausreichend (Note vier)“ bei 140 Metern Nabenhöhe definiert sei und in dem entsprechenden Gutachten nicht einmal Verluste der Windhöfigkeit mit eingerechnet seien. Deshalb mache es keinen Sinn, die im Regionalplan ausgewiesene Fläche noch zu vergrößern. Zudem werde die maximale Höhe der Windräder nicht geregelt und falls die Nabenhöhe einmal auf 180 Meter steigen sollte, könnte der Bereich für Investoren an Interesse gewinnen.

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