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Meßkirch Meßkircher Rotkreuz nimmt Ausbau und Sanierung der Rettungswache in Angriff

Die geschätzten Kosten liegen bei 400 000 Euro, den Löwenanteil wird der Kreisverband tragen.

Ein deutliches Ja zur Fortsetzung der intensiven Flüchtlingsarbeit in Sigmaringen und Meßkirch bestimmte die Diskussion bei der Jahresversammlung des Ortsverbandes des Roten Kreuzes (DRK) in Meßkirch. Ein weiterer Schwerpunkt der DRK-Arbeit in der Heidegger-Stadt wird in den kommenden Monaten die Sanierung und der Ausbau des Rot-Kreuz-Hauses bei der Stadthalle sein. Hinzu kommen die Routinearbeiten wie Fortbildung, Altkleidersammlung, Sanitätsdienste bei öffentlichen Veranstaltungen, Erste-Hilfe-Kurse und die Blutspendeaktionen.

Das DRK-Gebäude in Meßkirch gehört dem Kreisverband der Rettungsorganisation. Es wird vom Kreisverband für die Rettungswache genutzt und dient gleichzeitig als Stützpunkt sowie Schulungs- und Versammlungszentrum für den Meßkircher Ortsverband. An diesem Gebäude sind nun Sanierungs- und Ausbauarbeiten erforderlich. Darauf wies Armin Seifried in seinem Rechenschaftsbericht hin. Für die Rettungswache muss im vorderen Bereich eine größere Garage gebaut werden. Seifried: "Die alten Garagen sind für die modernen Einsatzfahrzeuge schlicht zu klein geworden." Die Ortsgruppe braucht zudem für ihr Material mehr Lagermöglichkeiten. Auch sie will zwei Garagen bauen. Alles in allem belaufen sich die geschätzten Baukosten auf 400 000 Euro. Der Großteil dieser Summe muss vom Kreisverband finanziert werden, auf das Orts-DRK kommen rund 15 000 bis 20 000 Euro zu, wie der Vorsitzende erläuterte. Bereits 2016 hat der Ortsverein 22 000 Euro in die Überdachung zweier Garagen investiert. Die Unterstellmöglichkeiten standen in einigem Abstand voneinander, so dass durch die Überdachung die Einrichtung einer dritten Garage möglich wurde.

Das Ja zur Flüchtlingsarbeit kommt in manchen Teilen der Öffentlichkeit nicht mehr so gut an. Das liegt, wie Franz-Christian Mattes, einer der Vize-Präsidenten des DRK-Kreisverbandes, unterstrich, an einer kleinen Gruppe marokkanischer Asylbewerber, die in Sigmaringen für ständigen Ärger sorge. Dadurch gerieten in den Augen mancher Deutscher alle Asylbewerber in ein schlechtes Licht. Mattes: "Nur ein kleiner Teil der Flüchtlinge macht Ärger, der Großteil braucht unsere Hilfe!" Das sehen, wie Ortsvorsitzender Armin Seifried betonte, die Meßkircher für die Bewohner der örtlichen Unterkunft genauso. Der Leiter des Meßkircher Polizeipostens, Egon Hafner, stellte sich voll auf die Seite der in Meßkirch lebenden Flüchtlinge. Das, so stellte er fest, seien Familie "die es verdienten, dass wir sie unterstützen".

Einen sehr hohen Stellenwert wird in den nächsten Monaten wieder die Arbeit des Jugend-Rot-Kreuzes bekommen. Wie Jugendleiter Benjamin Schröder erläuterte, gehören derzeit sieben Jungen und Mädchen im Alter zwischen zwölf und 14 Jahren der Jugendgruppe an. Neue Mitglieder sollen geworben werden. Bei den Ehrungen konnten Nicki Krüner für 15 Jahre und Hanna Steger für 20 Jahre aktive Mitarbeit im DRK ausgezeichnet werden.


Mitglieder

Das Rote Kreuz in Meßkirch, Sauldorf und Leibertingen hat 1340 Mitglieder, von denen 24 zu den ehrenamtlichen Helfern in verschiedenen Arbeitsbereichen gehören. Die Anforderungen sind hoch: Laut Ortsvorsitzendem Armin Seifried sind allein für die Organisation und die praktischen Arbeiten während der Blutspendeaktionen 250 Einsatzstunden erforderlich. 

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