Eine Diskussion über die Qualität von Schulessen hat Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) nach den wohl durch Tiefkühl-Erdbeeren ausgelösten Magen-Darm-Erkrankungen in Ostdeutschland gefordert. Der SÜDKURIER fragte am Donnerstag in der Mensa des Schulzentrums am Feldweg in Meßkirch Schüler, Pächter und Lehrer nach ihrer Meinung dazu.
Hinter der Theke haben die Mitarbeiterinnen alle Hände voll zu tun. Meist wird das Essen bar bezahlt. Es ist zwar auch möglich bargeldlos zu bezahlen, das werde aber leider zu wenig genutzt, sagt Cordula Fritz. Das würde Wartezeit sparen. Rund 200 Mittagessen gehen von Montag bis Donnerstag täglich über die Theke. Das meiste davon wird selbst zubereitet und gekocht. Eine Gruppe Zwölftklässlerinnen des Martin-Heidegger-Gymnasiums lobt das Angebot als „abwechslungsreich“.
Sie äußern den Wunsch nach mehr Gemüse im Angebot, finden die selbstgemachte Pizza „voll lecker“. Der Preis von 2,70 Euro für das vegetarische Gericht oder 3,50 Euro für das Fleischhaltige ist für Mädchen aus der neunten Gymnasialklasse „okay“. „Es ist ja auch noch ein Salat oder Nachtisch dabei“, sagen sie. Die Preise in der Mensa hätten sich um 20 Cent gegenüber dem Vorjahr erhöht, erzählen sie.
Andere Prioritäten setzen die Jungs. Für die Elftklässler ist wichtig, dass die Menge und Temperatur des Essens stimmt und Fleisch enthalten ist. Auch die Atmosphäre in der Mensa spielt eine Rolle, finden sie. Für sie läge die Obergrenze für das Fleischmenü bei 4,50 Euro. Man müsse auch einen Unterschied zum Restaurant bemerken „Das Angebot ist ziemlich gut und schmeckt meistens“, bestätigen die Abschlussjahrgänger. „Es schmeckt, ist frisch“, sind auch die Achtklässlerinnen der Grafen-von-Zimmern-Realschule zufrieden. „Gemüse? Muss nicht sein!“, antworten sie lachend auf die entsprechende Nachfrage.
Im 45-Minuten-Rhythmus treffen neue Schüler ein, gegen 13.30 Uhr wird es wieder ruhiger in der Mensa. Auch Lehrer nutzen die Mensa gerne. Schuldekan Otmar Wetzel vom Martin-Heidegger-Gymnasium hat es geschmeckt, er holt nochmals einen Nachschlag, was auch für Schüler möglich ist.
Pächterin Carola Fritz aus Buchheim betreibt die Mensa am Schulzentrum Meßkirch bereits im sechsten Jahr. Die Auswahl und Zusammenstellung des Speiseplans beruht auf dem Erfahrungswert und den Wünschen der Schüler. Vom Verpächter, der Stadt Meßkirch, wurde gewünscht, dass die Schüler dort auch eine Tüte Pommes erhalten, sowie süße Teilchen oder ein Eis. „ Das ist wichtig für die Lebensqualität und das Wohlfühlen der Schüler“, betont Carola Fritz.
