Meßkirch Kreisjägerversammlung: Zwei Luchse streifen durchs Donautal

Bei der Kreisjägerversammlung in Stetten a.k.M. berichtete Luchsbeauftragter Armin Hafner über die beiden Luchse, die sich offenbar im Donautal heimisch fühlen. Einer davon trägt einen Sender, sein Tagesablauf kann daher gut verfolgt werden.

Derzeit streifen zwei Luchse durch den Kreis Sigmaringen. Diese Zahl nannte der Luchsbeauftragte Armin Hafner in der Kreisjägerversammlung im Haus Heuberg in Stetten a.k.M. Eines der Tiere trägt einen Sender, der es ermöglicht, seine Streifzüge zu verfolgen. Die Batterien in diesem Gerät werden aber in einigen Wochen erschöpft sein. Deswegen versuchen die Fachleute um Armin Hafner, den Luchs Friedl zu fangen, um ihn mit einem neuen Sender auszustatten. In der Versammlung stellte die Kreisjägervereinigung (KJV) Sigmaringen nicht nur ihre Aktivitäten vor, sondern ehrte auch verdiente Mitglieder.

Friedl lebt seit Oktober im Donautal und ist nach Einschätzung Hafners inzwischen hier heimisch geworden. Allerdings sei das Tier in diesem halben Jahr bis heute nur zwei Mal von Menschen gesehen worden. Außerdem liegen Hafner Bilder von Wildkameras vor. Sie zeigen jedoch nicht nur Friedl, sondern auch einen weiteren Luchs im Laucherttal. „Man kann die beiden Tiere ganz deutlich an ihrer Fellzeichnung unterscheiden.“

Die Beobachtung durch den Sender hat schon ergeben, dass Friedl nachts Strecken von bis zu 41 Kilometern zurücklegt. Armin Hafner zeigte sich trotzdem zuversichtlich, den Sender rechtzeitig austauschen zu können.

Einen sehr großen Stellenwert in der Arbeit der KJV nimmt die Ausbildung der Jagdhunde ein. Der KJV-Beauftragte Franz-Peter Froitzheim organisierte 2015 wieder einen Ausbildungslehrgang für Hunde zur Brauchbarkeitsprüfung. Zwölf Vierbeiner wurden angemeldet und bestanden die Prüfung. Außerdem stand der Jäger auch hinter der Organisation der Dr.-Lackner-Prüfung. Lackner gilt als Begründer der Rasse Deutscher Jagdterrier.

Eine weitere wichtige Aufgabe für speziell ausgebildete Hunde ist die Nachsuche in schwierigen Fällen. Sie wird dann notwendig, wenn ein Tier beispielsweise durch einen Schuss lediglich verwundet, aber nicht getötet wurde. Dafür stehen in der Region drei Gespanne zur Verfügung: Bernd Bauer aus Meßkirch, Michael Schmid und Claudia Elbing aus Harthausen. Michael Schmid berichtete: „Im vergangenen Jagdjahr waren wir 93 Mal im Einsatz. Dabei kamen 20 Stück Schwarzwild, 24 Stück Rehwild und ein Fuchs zur Strecke.“ Diese Zahlen hörten sich zwar hoch an, seien aber angesichts der Größe des Gebietes und der Summe des erlegten Schalenwildes eher gering. Über die Ehrungen wird der SÜDKURIER noch berichten.

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