Bürgermeister Arne Zwick und Manfred Amann, Vorsitzender der CDU-Gemeinderatsfraktion, äußern sich zu einem Brief, in dem sich Meßkirchs Feuerwehkommandant Markus Gruber an die Gemeinderäte und die Verwaltung wandte und die Entscheidung, die Anschaffung eines neuen Einsatzleitwagens aus dem Haushalt 2012 zu streichen, kritisierte.
Die Meßkircher CDU-Gemeinderatsfraktion möchte vor einer Ratssitzung im Frühjahr mit der Meßkircher Feuerwehr einen Termin vereinbaren, um den Feuerwehr-Fahrzeugpark anzusehen und sich den Bestand erklären zu lassen.
Dieser Beschluss sei schon vor den jüngsten Haushaltsberatungen gefasst worden, in denen der Rat auf Antrag der CDU-Fraktion die geplante Ersatzbeschaffung eines Einsatzleitwagens für 2012 gestrichen hatte und worauf sich Feuerwehrkommandant Markus Gruber in einem Brief an die Stadtverwaltung und die Gemeinderäte gewandt hatte, in dem er seine Verwunderung über diesen Entschluss zum Ausdruck brachte (der SÜDKURIER berichtete).
Von den Gemeinderäten habe es bislang noch keine Reaktion auf sein Schreiben gegeben, berichtet Gruber. Nach seinem Schreiben sei jetzt bekannt, dass das Fahrzeug nach einem Motorbrand ab und zu streikt und altersbedingt unzuverlässig sei. „Ich will die Verantwortung dafür nicht tragen, wenn das Fahrzeug stehen bleibt“, sagt Gruber. Er müsse sich auch dahingehend absichern, dass der Wehr im Fall eines Ausfalls des Fahrzeugs und falls in der Folge Menschen dadurch zu Schaden kommen sollten keine Schuld zugeschrieben werden kann. „Mehr kann ich nicht tun“, stellt Gruber mit Blick auf den Brief fest.
Bürgermeister Arne Zwick sagt zu dem Thema, dass die Verwaltung den Ernst der Lage anders eingeschätzt habe als die Gemeinderäte und er dem Rat auch eine andere Haltung empfohlen hatte. Er erinnert an den Feuerwehrbedarfsplan, der zusammen mit der Feuerwehr erstellt wurde und in 2010 vom Gemeinderat abgesegnet worden sei. Darin stehe, dass ein Einsatzleitfahrzeug benötig wird. Eine Verschiebung der Investition bringe keine Luft, da etwa in 2015 die Anschaffung eines Tanklöschfahrzeugs für Ringgenbach notwendig werde.
Manfred Amann, Vorsitzender der CDU-Gemeinderatsfraktion, stellt fest, dass der Rat einen Mehrheitsbeschluss gefasst hatte und die Wehr diesen respektieren sollte. Die Feuerwehr sei eine wichtige Einrichtung und sei noch nie benachteiligt worden. Es gebe noch andere Verpflichtungen der Stadt und er bleibe dabei, dass es ein Alternativfahrzeug bei der Wehr gibt, das zum Einsatzleitwagen umgerüstet werden kann. Feuerwehrkommandant Gruber hatte in seinem Brief geschrieben, dass die Stadt in diesem Fall 50 000 bis 60 000 Euro in den Umbau des 15 Jahre alten Fahrzeugs investieren müsste und es dann immer noch zu klein sei, um die geforderte Ausrüstung aufzunehmen.