Nachdem es beim Vortrag von Waldemar Gorzawski, Leiter des Bildungswerks Meßkirch und Unternehmer, bei der Bildungswerks-Veranstaltung mit dem Titel „Von Guédelon lernen“ zu einer hitzigen Diskussion gekommen war (der SÜDKURIER berichtete), meldet sich Gorzawski mit einem Schreiben zu Wort, in dem er seinen Argumente in der Diskussion nochmals benennt.
Bürgermeister Arne Zwick sagt zu der Position Gorzawskis: „Es ist nicht zielführend, wenn jemand keinen Einblick hat und öffentlich philosophiert, wie man es machen muss und meint alles muss so laufen, wie er es meint.“ So gäbe es für die Klosterstadtbaustelle schon längst einen Business-Plan, ohne den es nie Fördergeld durch das Land Baden-Württemberg und durch die EU gegeben hätte und der zeige, dass das Klosterstadtprojekt, so wie es in Meßkirch geplant ist, auch wirtschaftlich vernünftig sei. Zudem liefen Gespräche, wie heimische Betriebe mit der Klosterstadt kooperieren können und so auch von der Baustelle profitieren werden. Gorzawski vermische seine Position als Leiter des Bildungswerkes Meßkirch mit seinen Privatinteressen, fährt Zwick fort. Wie berichtet, hatte Gorzawski bei der Diskussion angekündigt, er plane, sich die Rechte zu sichern, um historische Waffen zu verkaufen.
Gorzawski vermische in seiner Argumentation zudem die Dinge, betont Zwick. Für die Klosterstadtbaustelle werde von Guédelon die Idee des händischen Bauens kopiert, durch das die Besucher das Entstehen der Klosterstadt-Anlage mitverfolgen könnten. Die Baustelle und deren Ausführung sollten aber nicht kopiert werden. Oder anders: Nur weil in Guédelon Coca Cola verkauf wird, müsse das auf der Klosterstadt-Baustelle nicht auch getan werden. Im Gegenteil: Die Klosterstadt solle von ihrer Authentizität leben und nicht von einer Kommerzialisierung des Projekts. Das würde vielmehr ihren Misserfolg bedeuten.
Nach dem weltberühmten Klosterplan von St. Gallen lassen der Verein Karolingische Klosterstadt und die Stadt Meßkirch eine frühmittelalterliche Klosterstadt entstehen.

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