Mein

Meßkirch Heiße Rhythmen trotzen dem Winter

29.12.2010
Schlagwörter


Alle Jahre wieder tritt Hiss an Weihnachten im voll besetzten Schlosskeller auf

Meßkirch (imi) Meßkirch, ein Wintermärchen oder der Ort des ewigen Winters? Für die Band „Hiss“ muss sich Meßkirch tatsächlich wie der Ort des ewigen Winters anfühlen, da sie fast 15 Jahre in Folge an den frostigen Weihnachtstagen hierher kommt, um im Schlosskeller für musikalische Stimmung zu sorgen. „Immer wenn wir hier durch die Straßen laufen, sehen alle Bewohner wie Astronauten aus, da sie von Kopf bis Fuß in warme Kleidung gehüllt sind“, erzählt Stefan Hiss. Um dagegen anzukämpfen, brachten sie mit einem karibisch inspirierten Lied exotische Hitze in das historische Gewölbe.

Der Schlosskeller war auch dieses Jahr voll besetzt mit Fans von nah und fern. Manche, die gerade Weihnachts-Heimaturlaub machten, nutzten die Chance der musikalischen Abwechslung, aber auch Publikum aus Meßkirch und der Region kam, um sich durch den Rhythmus der Tex-Mex-Polka in Schwung zu bringen. Der Polka, die in Louisiana, Mexiko und Texas aus der Vermischung der einheimischen Stile und der Einflüsse der französischen und afrikanischen Einwanderer entstand, merkt man das Temperament an, das zu Bewegung herausfordert und einen auf dem Stuhl wippen lässt.

Wie gewohnt gab sich Stefan Hiss als der durch Abenteuer und Welterfahrung abgebrühte Macho, der mit Zynismus von Gier, Maßlosigkeit, Tod und der Gefahr durch die Liebe sang. Die Band „Hiss“ spielte Ohrwürmer wie „Amor“, „Das Leben ist ein Rodeo“ oder „Tequila“, wobei man korrekterweise sagen muss, dass sie eine Auswahl ihrer Ohrwürmer spielten, da fast das gesamte Repertoire dem Publikum ans Herz gewachsen ist.

Die fünf Vollblutmusiker, Stefan Hiss am Akkordeon, Michael Roth an der Mundharmonika, Thomas Grollmus an der Gitarre und Mandoline, Volker Schuh am Bass sowie Patch Pacher am Schlagzeug, begeisterten wie gewohnt an ihren Instrumenten und fühlten sich in Meßkirch offensichtlich wohl. Sie bedankten sich für den stürmischen Beifall mit drei Zugaben, darunter „Hebt euer Glas und trinkt auf die Toten“, ein Toast auf das Leben und den Tod, der die Unterschiede zwischen den Menschen auslöscht.

zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden
Schreiben Sie Ihre Meinung
Überschrift
Text


noch 1000 Zeichen


Informiert bleiben:
Bei jedem neuen Kommentar in dieser Diskussion erhalten Sie automatisch eine Benachrichtigung
Unsere Community-Regeln