Meßkirch Dreikönigsaltar ist nach 250 Jahren wieder vereint
Die beiden Standflügel des ehemaligen Meßkircher Hochaltars schließlich sind über Paris und Würzburg im Jahr 1900 nach München in den Besitz der Bayerischen Staatsgemäldesammlung gekommen und befinden sich normalerweise in der Staatsgalerie in der Augsburger Katharinenkirche. Das linke Bild zeigt den heiligen Christophorus. Bild: Günther Brender
Die linke Flügelaußenseite zeigt den heiligen Werner als Bischof von Merseburg mit goldener Mitra und grünem Pluviale, den Bischofsstab und ein aufgeschlagenes Buch in Händen haltend. Die Tafel gelangte über verschiedene Privatsammlungen nach Den Haag und gehört heute dem Bonnefantenmuseum in Maastricht. Bild: Günther Brender
Die linke Flügelinnenseite zeigt den Kirchenpatron St. Martin im Bischofsornat mit einer unter seinem Mantel hervorlugenden Bettlergestalt als Attribut. Vor ihm kniet im standesgemäßen Harnisch und mit offenem Visier in Gebetshaltung der Stifter Gottfried Werner von Zimmern, kenntlich an dem viergeteilten gräflichen Wappen Zimmern/Wildenstein. Die Innenseiten der beiden Drehflügel (166 auf 40 Zentimeter) mit den Porträts des Stifterpaars gelangten über die Sammlung des Gelehrten Joseph von Laßberg, ebenso wie die rechte Flügelaußenseite mit einer Darstellung der heiligen Maria Magdalena, in den Besitz des Hauses Fürstenberg nach Donaueschingen. Seit einigen Jahren hängen alle drei Bilder - als Leihgabe des Fürstenhauses - in der Staatsgalerie Stuttgart. Bild: Günther Brender
Das Dreikönigsbild (166 auf 93 Zentimeter) befindet sich ansonsten, eingezwängt in ein Rokoko-Gehäuse und damit in einer wenig glücklichen Aufstellung, über einem der linken Seitenaltäre der Meßkircher St. Martinskirche. Es zeigt unter einer antikisierenden Ruinenarchitektur Maria mit dem Jesuskind, beide von goldenen Scheibennimben hinterfangen, sowie die in farbenprächtige wertvolle Gewänder gekleideten heiligen Drei Könige. Bild: Günther Brender
Diese Tafel zeigt den zweiten Kirchenpatron Johannes den Täufer im grünen Mantel und mit dem Lamm Gottes auf dem Arm. Ihm zu Füßen kniet die Stiftergattin Apollonia von Henneberg mit einer weißen, das halbe Gesicht verschleiernden Kopfhaube, ebenfalls gekennzeichnet durch das viergeteilte gräfliche Wappen Henneberg/Römhild. Die Tafel befindet sich normalerweise in der Stuttgarter Staatsgalerie. Bild: Günther Brender
Die rechte Flügelaußenseite zeigt die Heilige Maria Magdalena, mit beiden Händen das Salbgefäß haltend und in ein zartblaues Gewand mit reichem Faltenwurf gekleidet. Analog zu den Stifterinschriften der Flügelinnenseiten befindet sich unter der Figur eine Inschrift mit einem Zitat aus Lukas VII, das auf die Sündenvergebung anspielt. Die Tafel kommt aus der Staatsgalerie Stuttgart. Bild: Günther Brender
Der rechte Standflügel des Meßkircher Hochaltars zeigt den Heiligen Andreas mit seinen beiden Attributen »Buch« und »Andreaskreuz«. Der in leichter Linkswendung stehende Heilige trägt über einem grünen Unterkleid einen rosafarbenen Mantel. Sein Blick ist versunken nach oben ins Leere gerichtet. Wie die anderen auf dem Altar dargestellten Heiligen, so gehört auch St. Andreas zum Kreis der zimmerischen Hausheiligen. Der rechte Standflügel kommt aus der Augsburger Katharinenkirche in die Meßkircher Ausstellung. Bild: Günther Brender



