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Meßkirch Campus Galli: Umsatz auf Klosterstadt-Baustelle liegt derzeit über Planansatz

Campus Galli-Geschäftsführer Hannes Napierala gibt im Gemeinderat einen Zwischenstandsbericht über die laufenden Saison auf der Klosterstadt-Baustelle.

Die Zahlen belegen, dass sich der Campus Galli in der laufenden Saison auf einem guten Weg befindet. Dies war die Botschaft von Hannes Napierala, Geschäftsführer des Campus Galli, bei seinem Besuch des Meßkircher Gemeinderats am Dienstag.

Waren es im Vorjahr um diese Zeit rund 11 500 Besucher gewesen, die die Klosterstadtbaustelle besichtigt hatten, so wurden bis dato rund 15 400 Personen gezählt. Anstelle des planmäßigen Besucherzuwachses um 25 Prozent gebe es daher bislang einen Zuwachs um 33,5 Prozent in der laufenden Saison. „Aber das Jahr muss weiter so gut laufen. Es muss permanent etwas Neues zu sehen sein auf der Baustelle“, schränkte Napierala ein. Zudem müsse weiter für das Projekt geworben werden und die Hitzewelle der vergangenen Tage sei, was die Besucherzahlen betrifft, für den Campus Galli „nicht berauschend“ gewesen, stellte er fest.

Zuwächse gab es indes auch bei den Besucher-Führungen über das Gelände: Stand derzeit seien 204 Führungen, was einem Zuwachs von rund 61 Prozent gegenüber demselben Zeitraum der vorherigen Saison bedeute. Aktueller Stand bei den gebuchten Führungen seien derzeit 356 Stück. In 2014 habe es insgesamt 420 gebuchte Führungen gegeben. Zudem seien bislang bereits 34 Workshops gebucht worden, wohingegen es 2014 über die ganze Saison verteilt 39 Stück gewesen seien. „Das ist eine super Tendenz. Ich hoffe, dass wir das fortsetzen können“, stellte Napierala fest. Diese Zahlen führten insgesamt schließlich dazu, dass der bisherige Umsatz mit rund 207 700 Euro über dem Planansatz von rund 205 400 Euro liegt.

Handlungsbedarf sah der Geschäftsführer im Küchenbereich. Änderungsbedarf habe es zu Saisonbeginn wegen den Wartezeiten und der Auswahlmöglichkeit auf der Speisekarte gegeben. Er erinnerte daran, dass ein Neubau dann zunächst verworfen und stattdessen die bestehende Küche optimiert worden sei. Die Essens-Ausgabe sei umgebaut worden und beim Personal habe es eine Umstrukturierung hin zu Personen mit Gastronomieerfahrung gegeben. „Jetzt geht es immer mehr dahin, dass wir einen Koch brauchen“, stellte er fest. So könne er sich vorstellen, die Küche dahingehend auszubauen, dass Besucher wegen des Essens abends auf die Baustelle kommen, um mittelalterliche Gerichte zu kosten. Voraussetzung sei, dass sich ein Koch findet, der zu dieser Aufgabe passt. „Für uns gibt es ein wahnsinniges Potential bei der Verköstigung von Gruppen“, stelle Napierla in dem Zusammenhang ebenso fest.

Napierala informierte weiter, dass die Hilbe, eine „natürliche Zisterne“, die über den Winter angelegt wurde, nun mit Ton abgedichtet werden soll; dass die neu gestaltete Homepage der Klosterstadtbaustelle derzeit 35 000 Klicks pro Monat zählt und es Mitarbeiterschulungen in Geschichte, Museumspädagogik und Sicherheit gegeben habe. Die Vernetzung innerhalb des Wissenschaftsbetriebs, der Museumslandschaft und der Living History-Szene funktioniere zudem immer besser, stellte er fest, wobei er unter anderem die Verbindung zum Pfahlbautenmuseum in Unteruhldingen nannte.

 

Gemeinderatsdiskussion zu Campus Galli dreht sich um Küche und Geld

In der Gemeinderats-Diskussion zur Klosterstadt und zu dem Bericht von Campus Galli-Geschäftsführer Hannes Napierala gab es aus den Reihen des Gemeinderats mehrere Anfragen:

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