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Meßkirch Auf der Suche nach dem hohen „C“

13.02.2012
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Närrische Fortsetzung von Meßkircher Gala-Abend. Kolpingfamilie mit dreistündigem Programm

– Die Kolpingfamilie zauberte für ihren Ball ein über dreistündiges, abwechslungsreiches Programm auf die Bühne des Herz-Jesu-Heims. Vumesser Hassan Gasser führte durch den Fasnachtsball, der sozusagen die Fortsetzung des Gala-Abends zur 750-Jahr-Feier der Stadt Meßkirch bilden sollte, zu dem der enorm lange Bürgermeister (Herrmann Gommeringer) die ausländischen Delegationen begrüßte.

Die Köche der Stadtmusik unter der Leitung von Uli Lipp kreierten zum Gala-Diner zumindest ein melodiöses Festessen mit klangvollen Menünamen, wenn die Zubereitung auch weniger appetitlich aussah. Ob jemand gerne das Champagner-Glas übernommen hätte, aus dem die Einschenker immer wieder abtrinken und auffüllen mussten, bis das Glas durch Anschlagen den Ton C von sich gab, ist eher fraglich. Die zum Badener-Lied rhythmisch klein gehackten Kohlköpfe flogen danach in hohem Bogen mit einigen weiteren seltsamen Zutaten in den Topf. Zum Schluss das Dessert perfekt garniert – „Aber bitte mit Sahne“.

Martin Schlude amüsierte die Narren im voll besetzten Saal mit Szenen des häuslichen Frauenüberschuss-Terrors. Aus der angekündigten Laudatio sei leider nichts geworden. Denn immer wenn sich ein Geistesblitz gerade offenbart hätte, sei er durch Nichtiges wieder entschwunden wie der Ruf „Papi, ich muss dringend Stinki“.

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Es gibt wirklich für jedes Wehwehchen den passenden Arzt, wie man dem Gespräch der beiden Aussiedler-Frauen (Peter und Isolde Lotzer) entnehmen konnte: für Ohrenschmerzen den „Orologen“, bei Brummen im Gedärm den „Därmatologen“ und bei schmerzhaften Hämorrhoiden die berühmten ägyptischen „Arschäologen“. Chaotisch ging es auf der Vumesser-Baustelle beim Entfernen eines Schildes zu.

Einen kräftigen Applaus erhielten auch Prinz Lalli vom Campus Galli (Gernot Fischer) und die verwunschene Jungfrau (Silke Hellstern), die nach einem langen Vortrag im Schloss in den Tiefschlaf gefallen war. Doch welch eine Enttäuschung, als Prinz Lalli sie wach küsste: „Man hat mir doch einen schönen Prinzen versprochen, aber der sieht ja aus wie mein Karl Aujust!“, rief sie entsetzt aus, in Anlehnung an ihre Ehepaar-Szene im Kolping-Theater.

Für tolle Farbakzente, Elan und Action sorgten die beiden Tanzgruppen. Die Tänzerinnen unter der Leitung von Inge Fischer wirbelten in Rot und Schwarz als Punks über die Bühne und die Charleston-Frauen der Kolping-Tanzgruppe ließen Türkis und Schwarz in Formationen miteinander spielen.

Als gesanglicher Schlusspunkt trat ein Vokalensemble der Kolping-Männer mit Texten in Meßkircher Lokalkolorit auf. Dazu die „mitteldeutsche Kolping-Tanzgruppe“ sowie die Geschwister Herrmann (Benedikt und Viola) als Gesangsduo mit wehendem rotem Tüll.

Die gut gelaunten Musiker von „Duo Emotion“ sorgten für Schunkelrunden und kamen kurz vor Mitternacht richtig beim Tanz zum Einsatz.

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