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Mengen Helikopter schwirren durch die Luft

21.08.2009
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Nach den Deutschen Segelflugmeisterschaften findet auf dem Verkehrslandeplatz in Mengen schon wieder ein Wettbewerb statt. Die Offene Deutsche Hubschraubermeisterschaft wird vom 27. bis 30. August Piloten aus ganz Europa in den Landkreis locken – und für die Zuschauer gibt es eine ganze Menge zu sehen.

Mengen – Aus Filmen kennt man die spektakulären Verfolgungsjagden, wo ein Helikopter hinter einem Auto mit den „Bösen“ herjagt, oder die Actionszenen, wo ein Hubschrauber in Flammen aufgeht. Man kennt aber auch die Helis mit dem roten Kreuz drauf, die helfen, Leben zu retten und nichtzuletzt die gelben Fluggeräte eines Automobilclubs. Ein Hubschrauber übt auf die Menschen meistens eine besondere Faszination aus. Vielleicht liegt es daran, dass der Laie es kaum glauben kann, dass so sein Ding wirklich fliegt. Jetzt kann man die Fluggeräte, die irgendwie eine Ähnlichkeit mit Heuschrecken haben, ganz hautnah erleben – und mit ihnen die Piloten, die über dem Flugfeld ihr Können beweisen müssen.

Bei so einer Hubschraubermeisterschaft müssen Aufgaben bewältigt werden, die enorm viel abfordern und zudem einen ganz praktischen Hintergrund haben. „Was hier gemacht wird, das findet seine Fortsetzung im täglichen Einsatz“, sagt Bettina Schleidt, eine der besten Pilotinnen Deustchlands und selbstverständlich mit am Start, wenn Naivigationsaufgaben zu lösen sind, wenn der Präzisionsschwebeflug angesagt ist, oder wenn es darum geht als „Postbote“ in der Luft zu sein. Dabei müssen Kegel und Sandsäckchen in Behälter abgeworfen werden. Die Mindestflughöhe beträgt dabei 5 Meter und nur wer die Flugzeit von zwei Minuten nicht überschreitet hat auch Chancen auf möglichst viele Punkte. „Die Zuschauer können da wirklich eine ganze Menge sehen“, sagt Schleidt, für die das Heili-Fliegen längst zur Passion geworden ist.

Deshalb ist sie auch Mitglied im Deutschen Hubschrauber-Club, der anlässlich seines 20-jährigen Bestehens diese Meisterschaft in Mengen ausrichtet. „Ein ideales Gelände“, sagt Club-Präsident Konrad Geissler und verspricht, dass es eine ganze Menge zu sehen geben wird. So auch das „Fender Rigging“, wo ein Gewicht in einer Tonne versenkt werden muss – mit einem Seil, das in verschiedenen Längen am Fluggerät befestigt wird.

Einen Hubschrauber mal ganz aus der Näher anzuschauen und mit den Piloten zu reden, auch das wird möglich sein. Aus Deutschland, der Schweiz, Österreich, Großbritannien und Russland kommen die Teilnehmer und auch die Schiedsrichtermannschaft ist international besetzt. Besonders interessant: Es sind keineswegs nur Hobby-Piloten, die in Mengen an den Start gehen. Da sind Rettungsflieger und Militärpiloten ebenso dabei und wer meint, das sei nur was für junge Leute, der ist gewaltig auf dem Holzweg. Günther Zimmer wird mit 73 Jahren der älteste Teilnehmer sein. Die Faszination Helikopter wird in Mengen das Publikum begeistern – übrigens kostenlos.

Informationen im Internet:

www.deutscher-hubschrauberclub.de

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