Mein

Leibertingen Spaß für Freunde der harten Töne

10.07.2012
Leibertingen -  Der neu gewählte Name Symphonic-Party für das Heavy-Metal- und Punk-Event, quasi Open-Air-Konzert der jungen Musik der Region, machte sich selbst alle Ehre. Die Veranstaltung zeigte den aktuellen Stand der Szene, ermöglicht durch das Engagement der beiden Lubinsky-Brüder Andreas und Karsten aus Kreenheinstetten, die zwei attraktive Abende organisiert hatten.Beim Hochseilgarten in Kreenhein stetten stand ein Zelt als Erweiterung des großen Hüttendaches, in dem Bühne und Theke aufgebaut waren, daneben eine mobile Pizzeria.

Bei der Symphonic-Party rockten „Bringer of Silence“ aus Schwandorf die Bühne und brachten die Fans in Bewegung.  Bild: Hubbuch

Service
Artikel drucken  Artikel drucken
  Artikel versenden

  Newsletter
  RSS-Feed


Alle Zufahrtswege waren ausgeschildert, Absperrungen, Verkehrsschilder und Markierungen angebracht, die zum Gelände wiesen. Dies allein ließ schon Professionalität spüren, die die beiden Abende kennzeichnete. Zweimal drei regionale Bands traten am Feitag- und am Samstagabend mit ihren Eigenkompositionen auf. Am Freitagabend wurde dem Heavymetal gehuldigt, am Samstag dem Punk, Ska und Punkrock.

„Day Trip of Pandora“ aus Reutlingen eröffnete mit viel „Phon“ den Freitagabend, wie auch „Nothing to complain“ („Nichts zu Bejammern“) aus Gammertingen und „Bringer of Silence“ („Boten der Ruhe“) aus Schwandorf. Die Bands stellten ihre Fans unter Adrenalin, und die tobten sich vor der Bühne richtig aus. So wie die Musikrichtung Heavy Metal gewollt ist: Protest, Revolution, ursprünglich in England gegen das Königshaus gerichtet. Die Titel der auftretenden Bands waren klares Bekenntnis zur ursprünglichen Protestlermusik.

Manuel Mutscheler von den „Bringer of Silence“ aus Schwandorf machte deutlich, dass die Akteure in der Szene ihr Handwerk sehr ernst nehmen, viel proben, viel Neues versuchen. „Bringer of Silence“ hat sich vor zweieinhalb Jahren zusammengefunden, drei der Bandmitglieder spielen parallel noch im örtlichen Musikverein mit. „Ein brutaler Kontrast“, sagte Mutscheler, aber beides mache unabhängig voneinander Spaß. Der Unterschied zwischen Metal und Punkrock sei, dass zwar bei beiden die Percussion zentral vorherrschend sei, beim Punk die Akkorde jedoch durchgeschlagen würden, beim Heavy Metal Breaks in den Songs typisch seien.

Zur Frage nach der Altersgruppe der Metal-Fans meinte Mutscheler, dass diese bis über 50 hinausginge, denn der Heavymetal sei schon alt. Seit Ende der 60er Jahre sei diese Musikrichtung, die auf die „Black Devils“ und „Deep Purple“ zurückginge, geläufig und bekannt.

Eine weitere Musikrichtung war nach dem harten Freitagabend am Samstagabend geboten, und zwar mit Ska. Die Lubinsky-Brüder als Organisatoren hatten Ska mit dem Begriff „Gute-Laune-Musik“ überschrieben, sehr treffend für den Punkrock mit Bläsern, Trompeten, Gesang, Flöte, Westernmundharmonika und Keyboard. Mit Rock, Pop, Soul und fetzigen Schwabentexten rissen „Wemmeska“(„Wenn man's kann“) aus Fridingen und „Stumfol“ aus Heinstetten mit. „Illegal Chicken Food“ aus Gammertingen beschloss den bunt gemischten Samstagband, der noch mehr Fans angezogen hatte als der Freitagabend. Alle kamen auf ihre Kosten, sowohl die Akteure als auch die Gäste, die einen konnten sich präsentieren, die anderen ihren Spaß haben daran haben. Und: Im nächsten Jahr wieder, wie die Lubinskys wissen ließen.

zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden
Schreiben Sie Ihre Meinung
Überschrift
Text


noch 1000 Zeichen


Informiert bleiben:
Bei jedem neuen Kommentar in dieser Diskussion erhalten Sie automatisch eine Benachrichtigung
Unsere Community-Regeln

Jetzt Newsletter anfordern:
© SÜDKURIER GmbH 2013