Die stärksten und geschicktesten Männer aus der Region kommen aus dem Albstädter Stadtteil Tailfingen. Andreas Merkler und Florian Eichberger haben als Team unter 14 Mitbewerbern die 13. Auflage der Schwäbischen Highlandgames in Kreenheinstetten für sich entschieden. Der SÜDKURIER war Medienpartner des Spektakels.
Obwohl das Wetter gestern „echt schottisch“ war, kamen nach Schätzung des Veranstalters rund 2000 Fans auf den Heuberg. Die Profis unter den Besuchern hatten sich nicht nur mit Regensachen eingedeckt, sondern auch mit Klappstühlen, um möglichst dicht am Dorfanger die Highlandgames beobachten zu können. Wer sich angesichts des unfreundlichen Wetters nicht nach Kreenheinstetten traute, braucht nur am Sonntag, 9. September, um 18.45 Uhr das Fernsehgerät einzuschalten. Der SWR strahlt eine halbstündige Sendung über die Highlandgames aus, moderiert von Sonja Faber-Schrecklein. Die durch ihre Reportagen von Fasnetsumzügen bekannte Fernsehfrau hatte sich auch für die Eröffnung der Highlandgames etwas besonders einfallen lassen: Sie ließ sich beim Einzug der Gladiatoren von zwei der stärksten Teilnehmer auf die Wiese tragen.
Im Mittelpunkt des Interesses standen die Wettkämpfe und die Frage, wie sich die Frischlinge unter den Teilnehmern bei ihrer Premiere bewähren würden. Denn mehr als die Hälfte der 15 Teams bestand aus Kraftprotzen, die bislang noch keine Erfahrung auf dem Dorfanger gesammelt hatten.
Das Publikum ließ sich vom grauen Himmel nicht abhalten und ging voll mit, wenn es galt, die Teilnehmer zu Spitzenleistungen anzufeuern. Als besonders schwierig und für die Zuschauer umso lustiger erwies sich die Highlanderrutschbahn. Der an einem Gummiseil befestigte Teilnehmer musste sich über eine mit Schmierseife eingeriebene Kunststoffplane zu einer Reihe von Bällen vorarbeiten, jeden Ball einzeln abholen und ihn in ein Fass werfen. Diese Aufgabe erforderte nicht nur Kraft, sondern auch eine gehörige Portion Geschicklichkeit. Die Pechvögel mussten erleben, dass Gummiseil und Schmierseife stärker waren als der Wille, den nur noch eine Handbreit entfernten Ball zu schnappen. Andere schrien empört, wenn sie das Gummiseil auf halbem Weg zur Umkehr zwang.
Geschicklichkeit war auch Trumpf bei der neuen Aufgabe, die wie in jedem Jahr bis zuletzt geheim gehalten worden war: Die „Highlander-Wippe“ hatte es in sich. Die Gladiatoren mussten zwei an einem Schulterjoch befestigte Wassereimer durch einen Parcours balancieren, ohne das Wasser zu verschütten. Die schwierigste Station war eine Wippe, auf der beide Wasserträger stehen mussten. Diese Wippe mussten sie fünf Sekunden lang im Gleichgewicht halten. Die anderen Disziplinen gehörten zu den Evergreens aus dem Spielefundus der Programmmacher: Traktorziehen, Baumstammweitwurf, Strohballenwerfen und das Stoiwuchta begeisterten das Publikum.
