Neujahrsempfang von Verwaltung und Pfarrgemeinde
Der Einwohnerrückgang in Leibertingen und seinen Ortsteilen hält an – langsam aber stetig werden die Leibertinger weniger. Darauf wies am Sonntag beim gemeinsamen Neujahrsempfang der Gemeindeverwaltung und der Seelsorgeeinheit im Altheimer Bürgerhaus Bürgermeister Armin Reitze hin.
Die Einwohnerzahl ist von 2006 bis Ende 2011 von 2271 auf 2188 gesunken. Die Statistiker gingen in ihren Hochrechnungen, so Reitze, davon aus, dass im Jahr 2030 nur noch 2181 Leibertinger im Einwohnermeldeamt aktenkundig sein werden. Als Folge des demografischen Wandels wird es mehr Senioren und immer weniger Kinder geben. Die Zahl der über 65-jährigen hat sich bereits deutlich erhöht. „Dieser Anteil erhöhte sich von 269 im Jahre 1995 auf 399 Ende 2010“, sagte Reitze. Die Senioren leben auch auf dem Heuberg deutlich länger als früher. Von den 399 Senioren waren Ende 2010 101 älter als 80 Jahre. 1995 waren es erst 56 Personen.
Dem steht, wie der Bürgermeister weiter auflistete, ein deutlicher Rückgang der Kinderzahl gegenüber. Besuchten 1995 noch 101 Jungen und Mädchen einen der drei Kindergärten, waren es 2010 noch 66 Vorschulkinder. Diese Entwicklung setzte sich im abgelaufenen Jahr fort. Reitze: „Den 16 Geburten stehen 20 Sterbefälle gegenüber.“ Insgesamt zwölf Paare ließen sich 2011 standesamtlich trauen. Vor diesem Rückgang und der Veränderung der Einwohnerstruktur misst Reitze dem bürgerschaftlichen Engagement im Rahmen des Melap-Plus-Programms und der Bürgertische einen besonders wichtigen Stellenwert zu.
Als sehr positiv bewertete der Rathauschef die Entwicklung auf dem dörflichen Arbeitsmarkt. Gegenwärtig gebe es in Leibertingen 436 Arbeitsplätze. 840 Leibertinger waren sozialversicherungspflichtig beschäftigt.
Im kirchlichen Bereich spielen die Veränderungen durch die bevorstehende Verschmelzung der Seelsorgeeinheiten Leibertingen und Beuron eine Rolle. Darauf wies die Vorsitzende des Gesamtpfarrgemeinderates, Elisabeth Wohlhüter, hin. Ebenso wie Pfarrer Gerhard Senft unterstrich sie die Rolle der ehrenamtlich tätigen Bürger im kommunalen und kirchlichen Bereich.