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Leibertingen Galerie Wohlhüter zeigt Kunst in Gelb und Schwarz

Die neue Ausstellung der Galerie Wohlhüter in Thalheim bei Leibertingen hat mit einem Sommefest begonnen. Christoph Bauer, Leiter des Kunstmuseums Singen, sprach über das Sammeln für Kunst. Die Ausstellung bei Wohlhüter zeigt Werke in Gelb und Schwarz.

Leibertingen-Thalheim – Mit einem Gartenfest hat die Galerie Wohlhüter in Thalheim ihre Sommerausstellung mit dem Titel "bevorzugt: gelb schwarz" eröffnet. Zahlreiche Gäste waren gekommen, um Kunst zu genießen, zu bestaunen und sich miteinander auszutauschen. Über den Aspekt "Kunst sammeln" sprach Christoph Bauer vom Kunstmuseum Singen.

Da lediglich zwei Farben die neue Ausstellung in der Galerie Wohlhüter dominieren, zeigen sich umso deutlicher deren unglaubliche Variationsmöglichkeiten. Das Gelb reicht vom grellen, schreienden Zitronengelb über Ocker und Gold bis zum matten, ins Bräunliche verlaufenden Farbton. Auch das Schwarz verfügt über ungeahnt viele Nuancen, für die es kein geübtes Auge braucht, sie wahrzunehmen. Darüber hinaus faszinieren die sich gegenseitig in Szene setzenden Materialien, Formen und Techniken der Arbeiten von den Künstlern der Galerie sowie von Gastkünstlern.

Im Garten der Galerie, wo die Eisele-Brothers aus Sigmaringen für die musikalische Anregung sorgten, entwickelte Christoph Bauer, Leiter des Kunstmuseums Singen, interessante Gedanken zum Thema "Kunst sammeln". "Warum holt man sich Dinge ins Haus, die man vordergründig nicht braucht", stellte Bauer die provozierende Frage, um sogleich auszuführen, wie wichtig es für die Erweiterung des geistigen Horizontes sei, sich mit Kunstwerken zu befassen. Derjenige, der Kunst betrachte, setze sich zum einen mit dem Lebensentwurf und dem Denken des Künstlers auseinander, zum anderen auch mit seinem eigenen Denken, indem er Fragen an das Kunstwerk stellt. "Ein Kunstwerk ist tot, wenn keiner Fragen an es stellt", erläuterte der Museumsleiter.

Bei der Entscheidung für oder gegen ein Kunstwerk sollte Geld nicht im Fokus stehen, empfahl er, denn als Anlage tauge Kunst nur bedingt. Das Werk solle anregend wirken. "Und sie werden merken, die Wirkung eines Kunstwerks erschöpft sich fast nicht", erklärte er. Es werde Teil der eigenen Existenz.

Die Museen könnten nicht so leidenschaftlich sammeln wie ein Privatmensch, erläuterte Christoph Bauer. Kleine Museen, die über wenig Budget verfügten, bräuchten nicht dem ganz großen Kunstmarkt folgen, sondern hätten die Möglichkeit, die eigene Sammlung schöpferisch zu nutzen und eine eigenständige Sammelpolitik zu entwerfen. Dabei gelte es, die internationalen Qualitätsstandards als Maß zu nehmen und die Künstler dabei zu unterstützen, damit eine Entwicklung stattfinden kann. Das Netz aus Käufern, Galeristen, Museen und Kunstschaffenden sorge dafür, dass Kunst wachsen könne.

Die Ausstellung ist bis zum 23. Juli zu sehen. Öffnungszeiten: freitags von 13 bis 18 Uhr, samstags von 10 bis 13 Uhr, an den Sonntagen 25. Juni, 16. und 23. Juli von 11 bis 16 Uhr sowie nach Vereinbarung. Die Galerie im Internet: www.galerie-wohlhueter.de

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