Er hat seine Ausbildung als Bankbetriebswirt (BA) Ende Dezember 2011 abgeschlossen: Julian Knittel aus Kreenheinstetten. Dann begann der 23-Jährige seinen beruflichen Weg bei Phoenix-Reisen in Bonn im Finanzbereich und nahm einen besonderen Einstieg in das Unternehmen.
Vor der Aufnahme des Alltagsgeschäfts durfte er in einem achtwöchigen Praktikum als Reiseleiter auf der MS Albatros das Kreuzfahrtgeschäft auf hoher See kennen lernen. Die nächste Besonderheit: Der Fernsehsender ARD begleitet dieses Schiff für die Sendung „Verrückt nach Meer“ über einen langen Zeitraum auf Kreuzfahrten, und genau in diesen Zeitraum fiel Julian Knittels Praktikum als Reiseleiter. Diese Serie ist nicht zu verwechseln mit der Staffel „Traumschiff“, in der Schauspieler agieren: Hier ist „alles echt“ und es steht das normale Personal im Vordergrund. Julian spielt in den Folgen eine der Hauptrollen: in Nordspanien, Lanzarote, Marokko, Westafrika, Brasilien, der Karibik, auf den Kanaren, auf Madeira, in Lissabon und zurück nach Hamburg. Vier Kontinente und elf Länder bereiste Julian Knittel mit dem Schiff.
Die gecharterten Schiffe sind kleiner als die riesigen Schwesterschiffe anderer Anbieter, hier fahren lediglich 600 bis 1200 Passagiere mit. Julian Knittel bezeichnete die Atmosphäre an Bord als familiär, es wird deutsch gesprochen. Viele der Gäste verbringen viele Wochen des Jahres auf den Schiffen, wie Knittel erfahren hat. Er war Ansprechpartner für die Gäste, wirkte bei Animationen und Showprogrammen an Bord mit, gestaltete das Programm mit und plante und begleitete Landausflüge.
Die Eltern des Praktikanten, Sylvia und Walter Knittel, waren von La Palma bis nach Hamburg mit an Bord. Ihr Eindruck vom Tun ihres Sohnes: Für ihn war das Leben an Bord ein ganz anderes, denn es galt für ihn, sieben Tage die Woche zu arbeiten. Er habe wenig Zeit gehabt, sich zurückzuziehen.
Hat sich Julian Knittel verändert? Seine Eltern meinten: „Er hat viele neue Erfahrungen gemacht, auch im Umgang mit Menschen. Er hat ja auch bei den Ausflügen eine Menge Verantwortung getragen.“ Offensichtlich liegt den drei Knittels der Tourismus im Blut: Vater Walter Knittel ist Tourismuschef bei Donaubergland GmbH in Tuttlingen und Leiter des Freilichtmuseums Neuhausen ob Eck, auch Schwester Sarah ist in der Tourismusbranche tätig.
