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Leibertingen

Erstklassiges Ambiente für Schulfeier

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Martin Pötz aus Leibertingen erlebte ein "Prom" an einer amerikanischen High-School. Damit wird das Ende der Schulzeit gefeiert.
Foto: Privat

Der Leibertinger Gymnasiast Martin Pötz berichtet für den SÜDKURIER über sein Auslandsschuljahr in Amerika:

 

Die beste Übersetzung für "Prom ist vermutlich Abschlussball, auch wenn "Prom" schon um einiges vor dem eigentlichen Abschluss stattfindet. Und es sind nicht nur die "Seniors, die Zwölftklässler, die daran teilnehmen, sondern auch die Elfklässler können kommen, sowie jüngere, falls diese von einem Älteren eingeladen werden.

Es besteht ein Generationen-Vertrag, dieser sieht vor, dass die "Juniors genug Geld aufbringen, um den Seniors einen kostenlosen "Prom" zu ermöglichen. Auch sind diese für das Ausrichten des Proms verantwortlich. Normalerweise findet dieser dann in einem erstklassigen Ambiente statt, es gibt einen DJ, manchmal kommt auch eine Band und spielt live. Es ist Tradition, dass man vor dem Prom in Gruppen zum Essen ausgeht, oder auch nur mit dem "Prom-Date alleine. Manche leisten es sich, eine Limousine für den Abend zu leihen, um dem Ganzen noch mehr Eleganz zu verleihen.

Für die Jungen ist es typisch, einen Anzug nur für den Abend auszuleihen, die Mädchen kaufen sich normalerweise ein Kleid sowie High-Heels und Schmuck. Alles in allem ist ein Prom eine recht teure Angelegenheit. Viele stellen diese Veranstaltung deshalb in Frage, aber da es schon immer so gewesen ist, will niemand wirklich etwas daran ändern.

 

Ganz wichtig sind auch die speziellen Prom-Bilder, die man sich von einem Profi- Fotografen vor Ort machen lässt. Zusätzlich trifft man sich vor dem Prom auch noch, um Gruppenbilder zu schießen, diese jedoch werden von den Eltern gemacht.

Ein ganz wichtiger Aspekt des Proms ist die Prom-Königin und der Prom-König (Seniors) sowie die Prom-Prinzessin und der Prom-Prinz (Juniors), für deren Auswahl in der Schule eine geheime Umfrage abhalten wird.

Der eigentliche Prom ist gefüllt mit Tanzen und Gesprächen mit Freunden. Für viele ist ein Prom eine sehr emotionale Angelegenheit, denn er ist ein großes Symbol für das Ende der High-School Zeit.

Nach dem Prom, der etwa drei Stunden dauert, geht es dann in kleineren Gruppen zu den Prom-Afterpartys. Diese werden teilweise in Kirchen veranstaltet, teilweise auch zu Hause, manche gehen auch Kegeln.

Mit einer Gruppe meiner "Senior"-Freunde ging ich vor dem Prom in ein italienisches Restaurant, danach bin ich mit einer anderen Gruppe zum Kegeln und anschließend zu einer After-Party gegangen.

Martin Pötz

Martin Pötz, Schüler der Liebfrauenschule in Sigmaringen, hatte von der Schüleraustausch-Organisation Nacel Open Door ein Stipendium für ein Auslandsschuljahr in den USA erhalten. Der Leibertinger war einer von drei deutschen Schülern, die sich gegen 100 Konkurrenten durchsetzen konnten. Bewerben konnten sich bundesweit gute Schülerinnen und Schüler, die sich durch besonderes gesellschaftliches oder soziales Engagement auszeichnen. "Besonders wichtig waren uns Aktivitäten im Bereich Völkerverständigung, Integration von Ausländern oder Unterstützung von Minderheiten beziehungsweise sozial schwachen Menschen", heißt es vom Austauschverein. (dim)

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