Leibertingen Eltern zeigen Interesse
Auf erneut großes Interesse stieß die zweite Beratungsrunde für den Leibertinger Gemeindehaushalt 2012. Bild: sTeinMüller
Das Gremium hatte die Beratung zum Haushalt am 30. Januar vertagt (der SÜDKURIER berichtete). Das Investitionsprogramm sieht Ausgaben von 1,6 Millionen Euro vor, dem stehen 1,27 Millionen Euro Einnahmen gegenüber.
Den Rest von 306 000 Euro muss sich die Gemeinde auf dem Geldmarkt besorgen. Da im Laufe des Jahres auch Gelder zurück bezahlt werden, ergibt sich eine Netto-Neuverschuldung von 181 000 Euro.
Die jüngste Sitzung des Gemeinderates stieß auf noch mehr öffentliches Interesse als die am 30. Januar. Fast 40 Zuhörer verfolgten die Haushaltsplanberatungen. Die meisten von ihnen waren Väter und Mütter von Kindergartenkindern in Kreenheinstetten. Mit dem Beschluss für neue Fenster sei aber, wie in der Diskussion betont wurde, keine endgültige Entscheidung über die Zukunft der drei Kindergärten in der Gemeinde verbunden. Bürgermeister Armin Reitze wiederholte seine Zusicherung aus der Januar-Sitzung, dass noch vor der Sommerpause ein Grundsatzpapier zur Zukunft der Kindergärten und der Kleinkindbetreuung in Zusammenarbeit mit den Eltern auf die Beine gestellt werden soll.
Das Grundproblem ist im Kindergartenbereich die Frage, ob alle drei Standorte, Kreenheinstetten, Leibertingen und Thalheim, auch in Zukunft unterhalten werden sollen. Falls die Entscheidung für den Erhalt aller drei Kindergärten fallen sollte, wäre es, so Armin Reitze, wirtschaftlich nicht darstellbar, in Leibertingen zusätzlich zum bestehenden Kindergarten einen Anbau für die Betreuung der Kleinkinder zu errichten. Diese „U-3-Kinder“ werden bislang in den drei Kindergärten betreut.
In Kreenheinstetten existiert eine Warteliste. Diese Grundsatzfrage kann aber, darin waren sich Gemeinderat und Verwaltung einig, nicht im Rahmen der Haushaltsplanberatung entschieden werden. Im Vorentwurf waren noch ein Kostenrahmen von rund 240 000 Euro für beide Lösungen enthalten gewesen. Jetzt sind es noch 90 000 Euro.
Das Kindergartenhaus in Kreenheinstetten gehört dem kirchlichen Träger und weist Baumängel auf. Die Fenster sind 40 Jahre alt und das Dach ist an einigen Stellen undicht. Der Gemeinderat bevollmächtigte den Bürgermeister, dem Pfarrgemeinderat die Bereitschaft der Gemeinde zu signalisieren, ihren Anteil am 37 000 Euro teuren Fensteraustausch zu übernehmen. Damit solle eine schnelle Verwirklichung der Maßnahme gewährleistet werden. Die komplette Sanierung des Gebäudes (Dach, Fenster, Außendämmung und Heizung) kostet 120 000 Euro. Nach Abzug des kirchlichen Anteils verblieben der Gemeinde rund 90 000 Euro, die jetzt im Etat auftauchen. Über das Investitionsprogramm für 2012 wird der SÜDKURIER noch berichten.
