Ein Pfarrer mit dem Herz auf dem rechten Fleck und ein kommunistischer Bürgermeister, der seine katholischen Wurzeln nicht verleugnen kann. Dass so ein unterschiedliches Paar im täglichen Umgang Probleme miteinander hat, das versteht sich von selbst. Und wenn dann Fäuste und auch ein Maschinengewehr sprechen, dann ist das der Stoff, aus dem beste Unterhaltung gemacht ist.
Und genau diesen boten die Laienschauspieler der Waldbühne Sigmaringendorf am Samstag mit "Don Camillo und Peppone" einem begeisterten Publikum. Es war die 100. Premiere, die in der wunderschönen Kulisse des Naturtheaters stattfand. Der Theaterverein Sigmaringendorf mit seinem Vorsitzenden Johannes Speh ist seit Jahrzehnten der Garant, für die Fortführung einer Theatertradition, wie sie im Landkreis Sigmaringen ganz bestimmt einmalig ist. Und: Auch diesmal mangelte es nicht an der Kreativität des Regisseurs. Joachim Link hatte bereits 1959 mit dem gleichen Stück, aber in einer anderen Bearbeitung debütiert und erbrachte auch diesmal eine Glanzleistung. Die charmante Unterstützung durch Regieassistentin Esther Rebholz hatte da bestimmt keinen kleinen Anteil.
Doch für das Publikum lebt das Theater vor allem durch das, was auf der Bühne zu sehen ist. Und das vor allem durch die schauspielerische Glanzleistung von Armin Sauter als Don Camillo und Alexander Speh als sein raubauziger Widersacher Peppone Botacci.
