Herdwangen (jul) Nach 25 Jahren als Narreneltern der Herdwanger Eselohren geben Horst Herrmann und Klaus Knoll ihr Amt an Willi Joos und Benedikt Braun ab. Das Motto der Herdwanger Dorffasnet 2008 lautet "Olympiadorf Herdwangen".
"Jetzt ziehen wir als Narreneltern einen Strich unter die vergangenen 25 Jahren", erklärte Narrenmutter Horst Herrmann bei der traditionellen Martinisitzung der Narren im Gasthaus Löwen. "Man kann nicht immer sagen, dass die Jungen ran müssen, wenn wir ihnen keinen Platz machen", begründet er seine Entscheidung, dass er ab der kommenden Fastnacht nicht mehr die Narrenmutter ist. "Ich hab es immer gern gemacht", erinnerte er sich und versprach: "Wenn die neuen jungen Narreneltern nicht mehr können, würden wir auch noch einmal einspringen." Nachfolger der Narreneltern werden Willi Joos und Klaus Knoll. Reiner Schmid, Präsident der Eselohren, bedankte sich bei den Narreneltern für ihr Engagement: "Es ist toll, dass ihr das 25 Jahre lang gemacht habt. Ich hoffe ihr kommt trotzdem weiterhin zu der Fastnacht".
Bei der Martinisitzung der Herdwanger Eselohren standen vor allem organisatorische Neuigkeiten im Mittelpunkt. So verkündete Reiner Schmid zunächst das Motto der kommenden Fastnacht, das "Olympiadorf Herdwangen" lauten soll. Deshalb stand auf dem Tisch der Verantwortlichen sogleich auch eine Olympiafackel. "Das Motto ist aktuell und man kann alles daraus machen", erklärte Schmid. "Ich bin mir sicher, ihr lasst euch dazu wieder eine Menge einfallen", wandte er sich an die anwesende Narrenschar. Außerdem verkündete Schmid den Anwesenden, dass die Herdwanger Eselohren in Zukunft keine Gastgeschenke mehr machen würden. Auf Zunftmeisterempfängen verschenkten die Eselohren bisher das wohl schmeckende Eselwasser. In Zukunft wolle man 111 Euro für einen guten Zweck spenden. In der kommenden Fastnacht werde das Geld der Neugegründeten Herdwanger Bürgerstiftung "Füreinander Miteinander" zukommen lassen. "Geld für einen guten Zweck ist immer gut angelegt - und zum rumstellen haben wir ja schon genug", begründete der Präsident die Entscheidung. Auch die Mitglieder fanden die Idee gut, die auch von vielen anderen Narrenvereinen der Umgebung mittlerweile praktiziert wird.
In der Versammlung verwies Schmid auf das 2009 anstehende Jubiläum der Zehntfuchser hin, die dann ihr 11-jähriges Bestehen feiern werden. Am Ende wünschte der Präsident allen eine "glückselige Fasnet". "In der Kürze liegt die Würze", hoffte er angesichts der kurzen Fastnacht 2008.