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Kreis Sigmaringen Eine Nummer für alle

Notruf 112 funktioniert jetzt europaweit – ein Logo auf den Fahrzeugen weist darauf hin

„Wir möchten unsere Bürger informieren, dass der Notruf 112 europaweit gilt“, erklärt Kreisbrandmeister Michael Hack in einer Pressemitteilung des Landratsamtes. Eine EU-Studie hat gezeigt, dass in Deutschland nur 17 Prozent der Bevölkerung wissen, dass der Notruf 112 europaweit gilt. Es werde daher angestrebt auf allen Fahrzeugen der 30 Feuerwehren des Landkreises, immerhin eine über 150 Fahrzeuge große Flotte, sowie den Fahrzeugen der Hilfsorganisationen Rotes Kreuz und Maltester Hilfsdienst Aufkleber mit dem blau-gelben „Notruf 112 europaweit“-Logo aufzubringen. Um als gutes Beispiel voranzugehen, ist die Fahrzeugflotte des Landratsamtes bereits mit den Aufklebern ausgestattet. „Die Feuerwehren Sigmaringen, Bad Saulgau, sowie die Einsatzfahrzeuge des DRK und MHD werden die ersten im Landkreis Sigmaringen sein, die auf diese Weise bei jedem Einsatz ihren Bürgern die europaweite Gültigkeit des Notrufs 112 ins Bewusstsein bringen“, so Hack.

Die Feuerwehren sind europaweit präsent und genießen mit 93 Prozent die höchste Anerkennung von allen Berufsgruppen in der EU und das Vertrauen der Bevölkerung. Von der Aktion verspricht sich Bunjes auch eine Vorbildfunktion für andere Wehren im Land.

Auch Erster Landesbeamter Rolf Vögtle zeigt sich erfreut über die Aktion. Nicht jede Vereinheitlichung auf EU-Ebene würde von der Bevölkerung positiv gesehen, aber diese Vereinheitlichung würde Leben retten. Ein großes Anliegen ist ihm, bei dieser Gelegenheit auf die Bedeutung des Engagements junger Menschen in den verschiedenen Rettungsorganisationen hinzuweisen.

Für den Landkreis Sigmaringen läuft die Notrufnummer 112 in der Integrierten Leitstelle Oberschwaben, die gemeinsam vom Landkreis Ravensburg und Sigmaringen, sowie dem DRK seit zwei Jahren betrieben wird, auf. Diese ist rund um die Uhr von Mitarbeitern der Feuerwehr und des Deutschen Roten Kreuzes besetzt. Die Notrufe werden nach einem strukturierten Frageschema bearbeitet und die nach Einschätzung des Disponenten erforderlichen Hilfskräfte alarmiert. Während die Einsatzkräfte anfahren kann der Mitarbeiter bei Bedarf Erste-Hilfe-Hinweise an den Anrufer weitergeben. Täglich erreichen etwa 1000 Anrufe die gemeinsame Leitstelle Oberschwaben aus dehnen sich etwa 100 000 Einsätze über das ganze Jahr entwickeln.

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