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Bürgerball im Zeichen der olympischen Ringe

29.01.2008


Der Narrenverein Eselohren hat am Samstagabend zum ersten Bürgerball des Narrenjahrs in die Bundschuhhalle eingeladen. "Herdwanger Olympiade" lautet das Motto der Fasnet. Den olympischen Gedanken "Dabei sein ist alles" hatte wohl manch Herdwanger noch nicht verinnerlicht, schließlich war die Festhalle mit etwa 330 Narren nicht voll besetzt.

"Dieses Jahr finden viele Bälle zu nah aufeinander oder zeitgleich statt", analysierte ein Gast die Lage. "Die meisten werden wohl zum zweiten Ball am Rosenmontag kommen", hoffte ein Helfer vom Musikverein Herdwangen, der wie gut 20 seiner Musiker-Kollegen für einen reibungslosen Ablauf an der Essens- und Getränkeausgabe sorgte. Wiederum andere trennten am Einlass die volljährigen Narren von denen, die es noch werden wollen, und versorgten sie mit den farblich passenden Armbändchen.

Kurz nach 20 Uhr war es dann so weit. Das olympische Feuer wurde entzündet und die Spiele für eröffnet erklärt. Der Präsident der Eselohren, Rainer Schmid, begrüßte gemeinsam mit Hubert Baur die Anwesenden. Der eine im Dialekt, der andere deutschte ein. Sprachakrobatik anderer Art zeigten Dominik und Konrad Jäger. Vater und Sohn lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen im Reimen. Besonderes Schmankerl war die zeitgemäße Version von "Max und Moritz". Nach Vater Jäger müssten die beiden heutzutage Max und Mehmet heißen. Sie würden Alcopops trinken, den Lehrer Lempel linken und in dessen Pfeifle käme dann obendrein statt Pulver Haschisch rein.

In der Rolle olympischer Funktionäre "vernarreteiten" Rainer Schmid und Hubert Baur einige Gemeinde-Interna - von politischen Dusseleien bis zu den lustigsten Schusseleien. Monika Huber und Simon Stadler zeigten als Vorzimmerdame "Fertig aus" und Bürgermeister "Rübezahl", dass das olympische Ereignis auch Herdwanger Beamte aus der sprichwörtlichen Ruhe bringt. Eva Stadler, Claudia Ruther, Brigitte Braun, Sylvia Maier, Ingrid Stepanek und Bettina Waibel machten die Bühne anschließend zum Ring. Zur Freude des Publikums brachten sie Boxkampfatmosphäre zu rockigen Rhythmen in die Bundschuhhalle. Rhythmisch ging es weiter - allerdings mit den "Blue Bears", die zur ersten Tanzrunde viele Paare auf das Parkett lockten.

Ab 22 Uhr startete der zweite Programmteil. Das Funktionärsduo Schmid und Baur erläuterte vornehmlich dem weiblichen Publikum - die Zustimmung des männlichen Anteils war ihnen ja gewiss - die Fett verbrennende und stimulierende Wirkung von kühlem Bier. Jürgen Ostermaier als Günther Netzer auf Friseurs-Entzug und Michael Mahl als Gerhard Delling brachten eine ganze Reihe Stars des Sports auf die Bühne und nahmen manches auf die Schippe: vom Dope im Radrennsport bis zum Bob aus Jamaica. Und "ois, zwoi, drüüü" war es dann auch schon fast vorbei mit den Herdwanger Spielen. Zum Abschluss überzeugte die Gruppe Silberschweif mit einem Showtanz. Danach war die Halle feiertechnisch auf Betriebstemperatur. Tanzparkett und Bar wurden geöffnet. Und gefeiert wurde bis drei Uhr in der Früh.

Bildergalerie im Internet:

www.suedkurier.de/fastnacht

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