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Kreis Sigmaringen Arbeitslosenquote für Januar extrem niedrig

01.02.2012
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Zu Beginn des Jahres sind deutlich mehr Menschen arbeitslos geworden als Arbeitslose einen Job finden konnten. Der leichte Anstieg im Vergleich zum Vormonat hat ausschließlich saisonale Gründe.

„Nach dem sehr guten Jahr 2011 haben wir im Januar eine steigende Arbeitslosigkeit erwartet, sind aber froh, dass der Zuwachs verhältnismäßig moderat ausfiel. Für den Anstieg der Arbeitslosigkeit in den letzten vier Wochen sind in erster Linie saisonale Gründe ausschlaggebend. Hinzu kommen der traditionelle Kündigungstermin und das Ende vieler befristeter Arbeitsverträge zum Jahreswechsel, die ebenfalls zu vermehrten Arbeitslosmeldungen führten“, erläutert Georg Link, Chef der Agentur für Arbeit in Balingen. Die Arbeitslosenquote für den Zollernalbkreis ist innerhalb der letzten vier Wochen um 0,4 Punkte auf 4,0 Prozent gestiegen. Im Hauptagenturbezirk Balingen ist sie um 0,3 auf 3,7 Prozent geklettert, in den Geschäftsstellenbezirken Albstadt und Hechingen um jeweils 0,4 auf 4,3 beziehungsweise 5,0 Prozent. Der Bezirk der Geschäftsstelle Sigmaringen, der mit dem Landkreis identisch ist, kommt nach einem Anstieg um 0,4 Punkte auf eine Arbeitslosenquote von 4,0 Prozent.

„Im langfristigen Vergleich sieht die Entwicklung viel besser aus“, so Link weiter. „Die aktuelle Zahl der Arbeitslosen ist zwar zehn Prozent höher als zum Jahreswechsel, aber um 14 Prozent niedriger als im Januar 2011. Heute sind über 1150 Menschen weniger ohne Arbeit als vor einem Jahr. Das ist trotz des Anstiegs ein guter Start ins neue Jahr. Eine niedrigere Arbeitslosenzahl zum Statistiktermin am Jahresanfang hatten wir zuletzt vor 20 Jahren.“

Etwas mehr als die Hälfte aller Arbeitslosen (51,9 Prozent) zählt zum Personenkreis der Hilfebedürftigen nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) II, die von den Jobcentern betreut werden, alle anderen zum Rechtskreis der Arbeitslosenversicherung nach dem SGB III. Im Zollernalbkreis gibt es derzeit insgesamt 3380 Arbeitslose (SGB II: 2280, SGB III: 2100), im Landkreis Sigmaringen sind 2730 Arbeitslose registriert (SGB II: 1410, SGB III: 1320).

Betriebe und Verwaltungen suchten im Januar 470 neue Mitarbeiter. Die Nachfrage nach Arbeitskräften hat damit wie schon in den Vormonaten weiter abgenommen. Zum Statistiktermin waren trotzdem noch 2110 freie Stellen im Pool, fast 38 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Der Schwung auf dem Arbeitsmarkt, gemessen an der Summe der Zu- und Abgänge in beziehungsweise aus Arbeitslosigkeit, hat anders als in den Vorjahren im Vergleich zum Dezember noch nicht wieder zugenommen. Im Berichtsmonat haben sich 2080 Männer und Frauen erstmals oder erneut arbeitslos gemeldet, 160 mehr als im Dezember. Mehr als die Hälfte der Arbeitslosmeldungen erfolgten zum Ende einer Erwerbstätigkeit.

Für 1440 Menschen, 300 weniger als in den vier Wochen zuvor, ging die Zeit der Arbeitslosigkeit zu Ende. 470 Männer und Frauen haben eine Erwerbstätigkeit aufgenommen, 230 eine Ausbildung oder Qualifizierung begonnen.

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