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Krauchenwies Protest gegen Kiestransport

07.07.2012
Krauchenwies -  Die jüngste Ortschaftsratsitzung im Gögginger Rathaus hatte es in sich. Zwei Tagesordnungspunkte, die sich mit Verkehrsfragen und der Rekultivierung „Kiesgrube Valet & Ott“ befassten, brannten den Göggingern offensichtlich derart auf den Nägeln, das sie zahlreich erschienen waren.Sigbert Veeser, Anlieger an der Verbindungsstraße nach Laiz nach Inzigkofen stellte den Antrag, für Lastwagen auf einem Teilstück dieser Straße, auf Höhe der Brücke eine Geschwindigkeitsbeschränkung zu erlassen.

Der innerörtliche Verkehr beschäftigte den Ortschaftsrat Göggingen in seiner jüngsten Sitzung, der viele Zuhörer beiwohnten.  Bild: volk

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Es sei zu befürchten, dass eines Tages ein Lastwagen (er bezog sich auf die Kieslaster) aufgrund der recht hohen Geschwindigkeit, die in der Kurve erlaubt sei, umkippte. Ortsvorsteher Martin Binder war vom zuständigen Landratsamt beschieden worden, dass ein solcher Antrag abgelehnt würde. Ersten sei eine Geschwindigkeitsbeschränkung nur für Lastwagen nicht möglich und zweitens sei bisher noch kein Unfall passiert. Der Ortschaftsrat lehnte daraufhin den Antrag wegen Aussichtlosigkeit auf Erfolg ab. Ebenfalls mit den Kies transportieren Lastwagen befasste sich ein Antrag von Ortschaftsrat Kurt Fischer. Er plädierte für eine Einschränkung der Kiestransporte auf der Linzgaustraße von und nach Bittelschieß. Fischer sprach von einem „Subunternehmerrennen“. Bestätigt fühlte er sich durch eine am Samstag vom Verein „Lebenswertes Göggingen und Umgebung“ vorgenommene Verkehrszählung. Die Firma Valet & Ott transportiere danach den Kies in einer Art „Kreisverkehr“ von der Otterswanger Grube über Bittelschieß und Göggingen nach Meßkirch und weiter nach Schwackenreute zur Veredelung, um ihn dann von dort über Mindersdorf zurück nach Otterswang zu fahren. Kurt Fischer und auch Werner Veser plädierten dafür, mit „Lebenswertes Göggingen und Umgebung“ gegen die Fahrten Protest zu organiseren. Nach am Abend wurde mit der Initiative Kontakt aufgenommen.

Einig waren sich die Räte, dass die Rekultivierung bei Valet & Ott intensiver kontrolliert werden müsse. Ein Mitarbeiter des Landratsamtes soll gebeten werden, im Rahmen einer Sitzung darzulegen, wann und was genau in der Kiesgrube in diesem Jahr kontrolliert wurde. Ebenso wurde der Schichtenaufbau der Verfüllungen kritisiert. Mit Humor wurde die Mitteilung von Martin Binder aufgenommen, dass dem Ortschaftsrat vom Planungsbüro Senner die Wahl gelassen werde, welche Art von Solitärhölzern er an der Rengetsweiler Straße gepflanzt haben möchte.

Eingangs der Ortschaftsratssitzung hatte der Ortsvorsteher bekannt gegeben, dass die Überdachung des Adlerplatzes in Angriff genommen und durch die „Leader-Gruppe Oberschwaben“ mit rund 14 500 Euro gefördert wird. Die Geschicke des ehemaligen Gasthof Löwen würden demnächst abgeschlossen sein. Die Telekom erhielt den Auftrag zur DSL-Anbindung.

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