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Hohentengen Gemeinde Hohentengen plant Umnutzung

Auf dem Gelände der Oberschwabenkaserne soll ein ein Wissenschafts-, Technologie-, Gewerbe- und Erlebnispark für erneuerbare Energien soll entstehen. Die Gemeinde Hohentengen plant Investitionen in Höhe von 65 Millionen Euro.

Die Firma „SOWIEnergie“ mit Sitz in Baienfurt im Landkreis Ravensburg plant im Rahmen der Konversion auf dem Gelände des ehemaligen Fliegerhorsts Mengen-Hohentengen unter dem Namen „Ehoch 4“ einen europäischen Wissenschafts-, Technologie-, Gewerbe- und Erlebnispark für Erneuerbare Energien zu errichten. Während der zurückliegenden Planungszeit erstellte die Hochschule Riedlingen eine Machbarkeitsstudie und deren Ergebnis sieht das Konversionsprojekt überwiegend positiv.

Zuvor hatte die Gemeinde Hohentengen zu einer Vorstellung die Öffentlichkeit eingeladen und dazu mehrere Referenten aufgeboten. Bürgermeister Peter Rainer wies in seiner Begrüßung darauf hin, dass die Bundeswehrsoldaten die Kaserne vor knapp einem Jahr in einem tadellosen Zustand verlassen hätten.

Dies bestätigte auch Projektentwickler Volker Fouquet von der Kommunalberatung Konstanz. Er erläuterte das Gesamtprojekt, in dem unter anderem das Wasserkraftwerk eines aufgegebenen Sägewerks miteinbezogen und die benachbarte Biogasanlage genutzt werden sollen. Geplant ist laut Fouquet die autarke Versorgung der Gesamtanlage mit Energie und darüber hinaus Abgabe von elektrischem Strom. Das Leuchtturmprojekt, wie Fouquet es nennt, wurde bereits der Landesregierung und der Europäischen Union in Brüssel vorgestellt und habe dort Anklang gefunden.

Anschließend erläuterte Projektentwickler Jürgen Gaugel die einzelnen Bausteine der geplanten Nutzung auf der Karte des Kasernengeländes.

Für Erzeugung der Energie mit Solar-, Wind-, Wasserkraft, Holzvergasung und Biomasse sind laut Gaugel die zur Verfügung stehenden Flächen ausreichend. Ebenso könnten die vorhandenen Gebäude nach entsprechender Ausgestaltung weiterhin einer akademiebezogenen Nutzung zugeführt werden.

Ein ebenfalls geplantes „Peak“-Hotel, in erster Linie als Seminar- und Tagungshotel vorgesehen, komme mit etwa 30 Prozent Energieverbrauch gegenüber konventionellen Hotels aus, dank der Bauweise.

Den Weg vom Nutzungskonzept zur Realisierungsstufe beschrieb Planer Klaus Grossmann in Einzelheiten. Anhand des Geländeplans konnte man entnehmen, an welchen Stellen des Kasernenareals die Akademie, der Gewerbe- und der Erlebnispark künftig ihre Standorte haben werden. Grossmann erläuterte die zu unternehmenden weiteren Schritte bis zum Antrag auf Genehmigung beim Landratsamt.

Sinn und Zweck der Akademie für nachhaltige Entwicklung und des Begriffs Nachhaltigkeit erfuhren die Zuhörer von Professor Christian Schaffrin von der Hochschule Konstanz. Ebenso nannte der Akademiker mit den Hochschulen Albstadt-Sigmaringen, Biberach, Rottenburg und Ravensburg-Weingarten die Partner der Akademie. Breiten Raum im Vortrag nahm das Projekt Lern- und Erlebnispark der Ravensburger Freizeit und Promotion ein, das deren Geschäftsführer Carlo Horn umfassend vorstellte.

In dieser Anlage sollen Kinder und Jugendliche spielerisch die verschiedenen Erzeugnisarten von Energie kennen lernen, führte der Vortragende aus. Horn rechnet mit einem Einzugsgebiet von 120 Kilometer. Zwischen sechs und acht Millionen Euro plant die Unternehmensgruppe aus Ravensburg an Finanzmitteln und das Entstehen von etwa 30 Arbeitsplätzen. Saisonal kämen dann noch etwa 20 Arbeitplätze hinzu, hieß es.

Zur Verwirklichung des Projektes seien etwa 65 Millionen Euro an Investitionen veranschlagt und Finanzierungssicherheit ist laut Jürgen Gaugel und Volker Fouquet vorhanden.

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