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Herdwangen-Schönach Eselohren plaudern aus dem Amtskästchen

17.02.2009
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Zum ersten Bürgerball des Herdwanger Narrenjahrs lud am Samstagabend der Narrenverein der Eselohren. Das viel zitierte Programm-Thema Rezession machte sich auch bei der Besucherzahl bemerkbar: Nur etwa 250 zahlende Gäste waren gekommen.

Die Moderatoren Reiner Schmid und Hubert Baur konnten unter den Gästen eine Delegation Billafinger Narren und Ehrenmitglieder aus den eigenen Reihen begrüßen, aber weder ein Mitglied des Gemeinderats noch die geistliche und medizinische Gemeinde-Prominenz. „Das kann am Glatteis, aber auch an der Vielzahl anderer Veranstaltungen liegen“, begründete Reiner Schmid, Mitglied des Vorstands der Eselohren, die lichten Reihen in der Bundschuhhalle. „Außerdem kommen viele Bürger traditionsgemäß erst zum zweiten Bürgerball am Rosenmontag.“

Beim ersten Bürgerball gaben die „Blue Bears“ den Abend über den Ton an. Den vier Musikern fiel es nicht schwer, die Anwesenden in der Halle früh zum Mitsingen der närrischen Hymnen und zum Schunkeln zu animieren. Letztlich hängt Stimmung nicht von der Zahl, sondern vom Schlag der Besucher ab – und die waren Samstagabend durchweg feierlustig und willens, sich am Programm zu beteiligen.

Ein Nichtraucher hat es schwer, ein Kettenraucher noch viel mehr – darauf machte sich „Kettenraucher“ Erwin Großhardt in der Bütt einen Reim. Das Moderatoren-Duo Schmid und Baur präsentierte sich nicht nur als Ansager. Sie überzeugten auch als Krisenmanager in Ehe- und Wirtschaftsfragen. So rieten sie dazu, Geld in Alkohol anzulegen: „Wo sonst bekommt man heutzutage noch 40 Prozent!“

Neben großen Katastrophen bestimmten auch die kleinen Ausrutscher des vergangenen Gemeindejahrs die Handlung der Akteure. So berichteten die „Schneller“ Maxi Mutschler und Patrick Knoll davon, was sich Närrisches im Wald zugetragen hat. Nadine Vogler, Simon Stadler und Monika Huber machten das Rathaus zur Bühne und berichteten aus dem „Amts-Kästchen“. Zwischendurch schwangen die Gäste auf der Tanzfläche das Tanzbein. Und auf der Bühne warfen die hübschen Mädchen der Gruppe Silberschweif ihre Beine in die Höhe.

Einer der Höhepunkte des Programms war sicherlich der Auftritt der „Zehntfuxer“, die mit ihrer Version des Fernsehformats „Bauer sucht Frau“ für Stimmung im Saal sorgten. Alle Darsteller überzeugten in ihren Rollen. Ein echter Hingucker war Jürgen Ostermaier, der als alte Jungfer gekonnt die bäuerliche Brautschau moderierte.

Die größten Lacher des Abends erntete die „Eselgarde“, die ein Ballett der besonderen Art zelebrierte. Manch Ballerina verlor zur Freude der Zuschauer Teile ihrer Ausstattung. Andere wiederum boten unfreiwillig detaillierte Einblicke.

Fast alle der Anwesenden blieben bis zum Schluss. Gut gelaunt und gestärkt verschwanden viele Narren in der Bar, die von Helfern des Musikvereins zur Werkstatt umdekoriert und bewirtet wurde. Ganz nach dem Motto „Ölwechsel mal anders“ wechselte man hier höchstens von Sekt auf Bacardi-Cola. So geschmiert, war der Abend eine runde Sache.

Bildergalerie im Internet:

www.suedkurier.de/fastnachtsbilder

Bürgerball Herdwangen Teil IBürgerball Herdwangen Teil II
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