Mein

Herdwangen-Schönach „Bio“ und „regional“ als Premiummarkt

Agrarminister eröffnetÖko-Sommer bei Besuch derHofgemeinschaft Heggelbach

Ökoverbände, lokale Erzeuger biologischer Produkte und regionale Labels präsentierten sich beim Tag der offenen Tür in Heggelbach, wo Landwirtschaftsminister Alexander Bonde (2. v. li.) den Öko-Sommer eröffnete. Rolf Raneburger (li.), Mitbegründer der Hofgemeinschaft, erläuterte die Strukturen des Hofes und die Strategien der Vermarktung.
Ökoverbände, lokale Erzeuger biologischer Produkte und regionale Labels präsentierten sich beim Tag der offenen Tür in Heggelbach, wo Landwirtschaftsminister Alexander Bonde (2. v. li.) den Öko-Sommer eröffnete. Rolf Raneburger (li.), Mitbegründer der Hofgemeinschaft, erläuterte die Strukturen des Hofes und die Strategien der Vermarktung. | Bild: Bild: Walter

Herdwangen-Schönach (hpw) Lapidar als „die Grünen“ waren die Neuankömmlinge in Heggelbach bezeichnet und vom ganzen Umfeld kritisch beäugt worden. So erinnerte sich Biobauer Thomas Schmid jetzt an den Start auf dem Bauernhof 1986. Drei Familien, die gemeinsam Landwirtschaft betreiben wollten – und das ökologisch, biodynamisch nach Demeter-Richtlinien. Sie hatten es nicht leicht, schilderte auch Rolf Raneburger dem Landwirtschaftsminister Alexander Bonde den gemeinsamen Beginn beim Gang durch die Hofkäserei. Sie sollte von Anfang an zum wichtigen Standbein werden.

In verschiedener Hinsicht könne die Hofgemeinschaft als Modell betrachtet werden, hatte Minister Bonde schon bei seiner Ansprache zur offiziellen Eröffnung des baden-württembergischen „Ökosommers“ erklärt. Die Nachfrage nach ökologischen Produkten sei größer als das Angebot im Land, erklärte Bonde. Diesen „Premium“-Markt wolle das Land nicht anderen überlassen. „Unsere Bestrebungen zu mehr Öko und Bio im baden-württembergischen Landbau stärken die heimische Landwirtschaft“, sagte der Minister. „Bio“ und regionale Produktion seien der Schlüssel für vernünftige wirtschaftliche Strukturen in der Landwirtschaft. Deshalb wolle das Land die Umstellung konventioneller Betriebe auf ökologische Wirtschaftsweise künftig wieder unterstützen. „Essen ist Vertrauenssache“, sagte der Minister. Umso wichtiger sei es, dass gesunde Lebensmittel auch in der Region produziert werden. Wie die ganze Speisekarte beim Tag der offenen Tür. „Wir essen frische Salate und frische Gurken von der Gärtnerei in Wahlwies“, erklärte Thomas Schmid, die Gäste genossen das Grüne gerne.

„Für uns geht es nur miteinander“, sagte Thomas Schmid, „und wir sind eine tolle Gemeinschaft.“ Ein bisschen stolz sei man in Heggelbach schon, dass man „Ideen von partnerschaftlicher Zusammenarbeit“ in die Tat umgesetzt habe. Dazu gehören auch Demeter-Vertreter Clemens Fischer. Heggelbach habe nicht nur tolle Produkte, sondern auch noch die Zeit, andere für Ideen zu begeistern. „Investieren Sie in die bäuerliche Landwirtschaft, die wir wollen“, appellierte er an die Zuhörer. Getan hat dies schon der Mercurialis-Verein, dem seit Mitte der 1990er Jahre Grund und Boden gehört, der aber den Gebäudewert im Betriebsvermögen der Hofgemeinschaft belassen hatte. „Ich würde mich freuen, wenn wir noch weitere 25 Jahre miteinander zu tun hätten“, bekundete Bürgermeister Ralf Gerster. Bemerkenswert fand er, dass in Heggelbach niemand jammere und klage.

Ihre Meinung ist uns wichtig
Hervorragende Weine vom Bodensee
Korrekturhinweis
Neu aus diesem Ressort
Herdwangen-Schönach
Herdwangen-Schönach
Herdwangen-Schönach
Herdwangen-Schönach/Wald
Herdwangen-Schönach
Herdwangen-Schönach
Die besten Themen
Kommentare (0)
    Jetzt kommentieren