Da gab es zum Beispiel die kleine, stille Station, an der Reisigbüschel hergestellt wurden, gefertigt aus dem Reisig und kleineren Ästen. Zunächst mit dem Beil auf Länge gebracht, dann im Gestell aufgeschichtet und schließlich zu einem Büschel gebunden, mit dem das Feuer angezündet werden konnte. In vielen Dörfern kann man diese traditionelle Arbeit noch heute beobachten.
Gleich daneben dann Forstwirte mit einer Ausstellung ihrer vielfältigen und modernen Arbeitsgeräte. Eine transportable Säge zeigt, wie einfach es sein kann, die dicksten Stämme gleich an Ort und Stelle zu Brettern in fast jeder beliebigen Stärke zu sägen. Einige Meter weiter dann eine andere Möglichkeit, einen Holzstamm zu bearbeiten: ein Künstler sägt mit seinen unterschiedlichen Motorsägen einen hölzernen Elefanten oder eine Axt.
Nebenan schwitzen zwei Mitglieder der Berggeister: Sie versuchen sich daran, einen dicken Holzstamm mit einer traditionellen Baumsäge in Scheiben zu bringen – eine Schweiß treibende Angelegenheit die zeigt, welch enorme Erleichterung der Einzug der Motorsäge in den Wald brachte. Auch wird eine Maschine gezeigt, bei der vorne der Stamm hineingeschoben wird und einige Meter und Arbeitsschritte weiter dann das fertig auf Länge gebrachte und gespaltene Holzscheit im Traktoranhänger liegt.
Die Äste, die zum Sägen und Spalten zu dünn, aber zum Binden von Reisigbüscheln zu groß sind, werden durch einen Häcklser geschoben, der handliche Stückchen ausspuckt, die dann wiederum im Ofen landen können.
Nach einer beeindruckenden Vorführung, wie mit Pferden Holz gerückt wurde und an besonders empfindlichen Stellen auch heute noch wird, kamen die „Großen“ der Branche an die Reihe. „Normale“ Baumstämme nimmt der riesige Vollernter wie Zahnstocher auf, entlastet sie mit den einen Messern und sägt sie mit den anderen auf die vorgesehene Länge ab. Fein säuberlich gestapelt werden die Baumabschnitte schließlich von einem so genannten Forwarder aufgenommen und am Wegesrand abgelegt, von wo sie schließlich abtransportiert werden. „Mit den sechs Zentimeter dicken Ästen haben aber auch diese Messer ihre Schwierigkeiten“ kommentiert der Profi vom Forstamt die Tatsache, dass der Vollernter beim mächtigen Fichtenstamm dann doch ein wenig arbeiten muss – da hat man doch noch eine kleine Ahnung davon, welch gewaltige Kräfte hier am Werke sind.
Heute findet das Bergfest 2012 beim Feierabendhock mit den legendären Schweinshaxen vom Grill seinen Abschluss.
