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Gammertingen Prävention zum Schutz vor Kindeswohlgefährdungen

24.02.2009
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Dramatische Fälle von Kindesmisshandlungen teils mit Todesfolge haben in den vergangenen Jahren bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Auch aus der Region sind gravierende Fälle bekannt. Deshalb intensiviert Mariaberg nun die präventiven Maßnahmen in der Kinder- und Jugendhilfe, der Jugendsozialarbeit und in den Kindertageseinrichtungen, um Kindeswohlgefährdungen frühzeitig zu erkennen und hierauf reagieren zu können.

„Ziel ist es, gemeinsam mit den Eltern und Personensorgeberechtigten und bei Bedarf dem Jugendamt geeignete Wege zu finden und Hilfen anzubieten, um Gefährdungen für ihre Kinder abwenden zu können“, erläuterte Vorstand Michael Sachs bei der Eröffnung einer zweitägigen internen Fortbildung für 21 Kindesschutzfachkräfte Mariabergs.

Im Sommer 2008 haben der Fachbereich Jugend des Landratsamtes Sigmaringen und Mariaberg eine Vereinbarung zum Kindesschutz für die Kindertageseinrichtungen, die stationäre Jugendhilfe sowie die Jugendsozialarbeit abgeschlossen. Mit Unterstützung des Sigmaringer Jugendamtes wurden mit den entsprechenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Mariabergs in den vergangenen Monaten das Thema Kindesschutz und Abläufe beim Verdacht auf Kindeswohlgefährdung bearbeitet. Ein wichtiger Meilenstein dieser Qualifizierung war nun die zweitägige Fortbildung für Kinderschutzfachkräfte. Für diese konnte Professor Peter-Christian Kunkel als Dozent gewonnen werden. Kunkel war Dozent an der Verwaltungshochschule Kehl, ist Autor zahlreicher Fachbücher und Rechtskommentare im Bereich Kinder- und Jugendhilferecht und ist ein bundesweit anerkannter Experte auf diesem Gebiet.

Mit den Vorgaben des Schutzauftrages nach § 8a des Sozialgesetzbuches VIII - Kinder- und Jugendhilfe - reagierte der Gesetzgeber auf die dramatischen Fälle von Kindesmisshandlungen in Deutschland. Die Arbeit von Jugendämtern, Jugendhilfeeinrichtungen, Ärzten, Familiengerichten und der Polizei rückte bei solchen Fällen immer wieder in den Brennpunkt des Interesses. Mit der Qualifizierung der Mariaberger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, wird nun das Handwerkszeug vermittelt, das im Arbeitsalltag den Kinder- und Jugendschutz und die Prävention stärken soll.

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