Buchheim 2012 soll der Zweischichtbetrieb losgehen
Die Familie Fritz möchte im nächsten Jahr ihren Betrieb vergrößern (von links): Marianne und Eberhard Fritz sowie die Söhne Robert und Dominik. Bild: Bild: Knittel
Die Firma Eberhard Fritz Metallbearbeitung hat sich zum größten Arbeitgeber in der Gemeinde entwickelt. Vom Ein-Mann-Betrieb, gegründet 1994, hat sich die Firma ständig erweitert und vergrößert: Heute arbeiten nahezu 40 Mitarbeiter im Unternehmen von Eberhard Fritz.
Eberhard Fritz war bis 1992 beim Schwäbischen Hüttenwerk (SHW) beschäftigt und erlernte dort den Beruf als Modellbauer. Mit großem Erfolg legte er die Prüfung zum Industriemeister ab, erinnert er sich. Im Keller seines Wohnhauses hat er seine Selbstständigkeit begonnen: Von 1995 bis 2002 hat er das ehemalige Fabrikgebäude „Höschele“ angemietet, mit vier Mitarbeitern und vier CNC-Maschinen wurde damals gearbeitet.
Im Industriegebiet „Brandstatt“ hat die Firma im Jahr 2002 dann eine 1000 Quadratmeter große Produktionshalle errichtet, im Jahr 2007 wurden Büro- und Sozialräume durch eine Teilaufstockung ausgebaut. In der CNC-Dreh- und Frästechnik, im Hartdrehen und bei der Baugruppenmontage hat sich das Unternehmen stets weiterentwickelt, berichtet der Firmenchef stolz.
Der Betrieb sei seit 2008 nach DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert. In einem klimatisierten Messraum werde die Qualität der Produkte geprüft. Es würden Kunden aus den Bereichen Maschinenbau, Medizintechnik, Luftfahrt und aus der Automobilindustrie beliefert.
In dem aufstrebenden Unternehmen ist die ganze Familie integriert: Neben Geschäftsführer Eberhard Fritz ist seine Frau Marianne für Steuerangelegenheiten und die Lohnabrechnung zuständig. Die beiden Söhne Robert – Industriemechaniker mit abgeschlossener Prüfung als Industriemeister – und Dominik – gelernter Mechatroniker – tragen eine besondere Verantwortung im Unternehmen und Dominik möchte 2012 die Industriemeisterprüfung ablegen. Den kaufmännischen Bereich leitet Walter Fritz, ein Bruder von Eberhard Fritz, und für Fahrtätigkeiten ist Schwester Monika Knittel verantwortlich.
Ab Januar 2012 soll die Einzelfirma in eine GmbH umgewandelt werden, so sollen beide Söhne mit in die Geschäftsführung einbezogen werden, sagte Betriebsleiter Fritz. Im Jahr 2012 möchte man die Produktionsflächen um weitere 1000 Quadratmeter durch einen Hallenneubau vergrößern, die Planung sei abgeschlossen, derzeit läuft das Genehmigungsverfahren. In der neu erstellten Fertigungshalle werde eine Abteilung für Schleiftechnik eingerichtet, vorgesehen sei die Umstellung für einen Zweischichtbetrieb. Die Arbeitsplätze sollen entsprechend aufgestockt werden. Hier setzt Geschäftsführer Fritz besonders auf weibliche Arbeitskräfte. Sie sollen zum Teil innerbetrieblich weitergebildet werden. Derzeit arbeiten zwölf Frauen im Betrieb, erst vor kurzem wurden von der Firma Berendsen aus Meßkirch drei Arbeitskräfte übernommen, davon wird ein Mitarbeiter zum Zerspanungsmechaniker ausgebildet. Das Unternehmen hat zudem fünf Jugendliche in Ausbildung, die nach erfolgreichem Abschluss in ein Arbeitsverhältnis übernommen werden, sagt Fritz.
