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26.05.2012  |  von  |  0 Kommentare

Beuron Piepschau geht in die Endphase

Beuron -  Haus der Natur in Beuron bietet Einblick in Vogelnest

Die Piepschau im Haus der Natur in Beuron geht in die Endphase. Die jungen Kohlmeisen stehen kurz davor, flügge zu werden.  Bild: Steinmüller



Wer sich noch ganz schnell beeilt, kann im Haus der Natur (HdN) in Beuron eine richtig interessante und quirlige „Piepschau“ bewundern. Das Team um Naturparkgeschäftsführer Bernd Schneck und Naturschutzzentrumsleiterin Ute Raddatz hat in einem der Nistkästen an der Hauswand des ehemaligen Bahnhofs eine Infrarotkamera eingebaut. Die Kücken sind jetzt fast ausgewachsen und können das Leben in der Freiheit vor dem Nistkasten kaum erwarten.

Bernd Schneck ist auf die Piepschau im Haus der Natur besonders stolz. In diesem Jahr, so berichtete er im SÜDKURIER-Gespräch, war die kleine Infrarotkamera zum dritten Mal im Einsatz. Schneck: „Wir haben jetzt mit ihr drei Brutperioden begleitet.“ 2010 und 2011 war der Nistkasten von Tannenmeisen bewohnt. In dieser Brutsaison zogen die Tannenmeisen ein unbeobachtetes Brutquartier vor. Dafür war in den vergangenen Wochen ein Kohlmeisenpärchen zu Gast, das hier seine Gelege ausbrütete und die Jungen groß zog. Das alles geschah und geschieht noch unter den Augen des HdN-Teams und vieler Besucher. Die Bilder aus dem Nistkasten werden auf einen Monitor übertragen, der im Raum der Dauerausstellung aufgebaut ist. Da wo früher das Frachtgut für die Eisenbahn lagerte, bietet die Dauerausstellung des HdN einen informativen Überblick über die Geologie und die Pflanzen- und Tierwelt im Donautal. Solange die Vögel den Nistkasten bewohnen, ist die Ausstellung um ein lebendiges Exponat reicher. Bernd Schneck: „Die Vögel merken von der Kamera nichts. Im Nistkasten ist es wie eh und je dunkel“.

Dass die Meisen keine besondere Scheu vor Menschen haben, zeigte sich auch am vergangenen Montag, als Naturschutzminister Alexander Bonde zu Besuch im HdN war. Während auf der ehemaligen Güterrampe der Minister und sonstige wichtige Vertreter des öffentlichen Lebens ihre Reden hielten, ging der Fütterungsbetrieb bei der Kohlmeisenfamilie über ihren Köpfen ununterbrochen weiter. Jetzt sind die Jungmeisen fast flügge.

Wer diese letzte Phase noch mitverfolgen möchte, hat über das Pfingstwochenende an allen drei Tagen zwischen 13 und 17 Uhr Zeit dazu.

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