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Beuron Kreis Verdienstmedaille für Jakobus Kaffanke

Seit 20 Jahren lebt er als als Eremit auf dem Ramsberg bei Herdwangen-Schönach. Nun hat Bruder Jakobus Kaffanke die Verdienstmedaille des Landkreises verliehen bekommen.

Die geistliche Strahlkraft des Klosters Beuron ist nicht nur ein Schlagwort für die Öffentlichkeitsarbeit der Abtei. Sie wird in einer Person ganz konkret, die als Brückenbauer zwischen der kontemplativen Welt der Mönche und der größtenteils säkularen Öffentlichkeit wirkt. Auf diesen Nenner lässt sich die Würdigung von Landrat Dirk Gaerte bringen, der am Sonntag im Kloster Beuron die Verdienstmedaille des Kreises an Bruder Jakobus Kaffanke verlieh.

Der Benediktiner kann in diesem Jahr auf ein doppeltes Jubiläum zurück blicken. Der Diplom-Theologe und studierte Philosoph und Jurist gehört seit 30 Jahren dem Orden an. Seit 20 Jahren lebt Kaffanke als Eremit auf dem Ramsberg bei Herdwangen-Schönach. Doch nicht dieses Jubiläum ist der Anlass für die Ehrung.

Der Landrat unterstrich in seiner Laudatio zunächst das Spannungsfeld zwischen dem Ordensleben und der modernen Öffentlichkeit. In diesem Spannungsfeld zwischen „Kontemplation und Öffentlichkeit“ muss sich nicht nur der Orden bei seiner Öffentlichkeitsarbeit bewegen, sondern auch Jakobus Kaffanke. Der Geehrte selbst fasste das Selbstverständnis seiner Aufgabe in dem Begriff „emsige Zurückgezogenheit“ zusammen. Was das konkret bedeutet, machte der Mönch an einem Beispiel deutlich. Kaffanke: „Durch mein Leben auf dem Ramsberg habe ich Begegnung und Austausch mit vielen Menschen in der Region.“ Die Summe dieser Begegnungen ist für den Ordensmann wiederum eine Quelle für seine Arbeit. Der Eremit schreibt nicht nur Bücher oder ist für den Jakobus-Pilgerweg unterwegs.



Er organisiert und veranstaltet auch Kurse und Tagungen im Kloster in Beuron. Damit erreicht Kaffanke Menschen, die sonst mit der Kirche und dem christlichen Glauben kaum oder gar nicht in Kontakt treten. Er berichtet: „Den Anstoß für die Tage der Wirtschaftsethik bekam ich durch ein Gespräch mit einem Mann aus der Wirtschaft.“ Der habe ihm geschildert, mit welch harten Bandagen in diesen Kreisen gekämpft werde. Jakobus Kaffanke beließ es nicht beim Zuhören. Er entschloss sich, jährliche Tagungen im Kloster für Führungskräfte aus der Wirtschaft zu organisieren, die ebenfalls mit den harten Bandagen in ihrer Berufswelt nicht einverstanden sind. Seither werden diese Tagungen in Beuron regelmäßig abgehalten.

Das ist nur ein Beispiel für die umfassende Tätigkeit des Mönchs in der Öffentlichkeit. Dirk Gaerte kommentierte: „Es ist Ihre Handschrift, es sind Ihre Initiativen.“ Erzabt Tutilo Burger warnte in seinem Grußwort davor, das Wirken der Mönche nur auf die Innenansicht zu beschränken. Der Erhalt der Gebäude sei kein Selbstzweck, meinte der Erzabt, sondern eine Notwendigkeit zur Schaffung und Unterhaltung des Lebensraumes der Ordensgemeinschaft. Deshalb schätzt Burger die Arbeit seines Mitbruders. Er bescheinigte Kaffanke einen „beispiellosen Einsatz, wie ihn kein anderer Mitbruder erbringe“.

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